Ausgewählte Artikel anderer Autoren.

bucher rmDer Grazer Pastoraltheologe Rainer Bucher geht in einem Beitrag im Internetportal feinschwarz von den Gefahren der Pfarrzusammenlegungen aus und versucht Chancen schmackhaft zu machen. Er rät, sich von der „Herrschaftskategorie oder Disziplinierungskategorie `Überschaubarkeit`“ zu verabschieden.

Auch wenn er „Überschaubarkeit“, später ins Fürsorgliche wendet, verabschiedet er sie als „zentrale Kategorie der bis vor kurzem dominierenden Gemeindetheologie“. Dabei übersieht er, dass überschaubare, auf persönliche Beziehungen aufbauende Gemeinden als Orte unverzichtbar sind, wo Menschen christliche zu Leben kenen- und erlernen können, damit sie diese Art zu leben als Netzwerk anderen die das wollen anbieten können. Es geht also nicht um eine Disziplinierungskategorie, sondern um Orte des Lernen an denen erkennbar sein soll: „Seht wie sie einander lieben“. Anonymität steht dazu allerdings im Widerspruch.

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koeck h klDer emeritierte Rechtsprofessor Heribert Franz Köck zeigt in einem Gastbeitag am 14. Juli 2017 in der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) , dass Kompromisse mit Unrecht nicht geschlossen werden können. Zudem weist er nach, dass die Kirchenreformer/innen toleranter sind als die konservativen Hardliner.

Lesenswert erscheint mir auch der Beitrag zur Katholischen Soziallehre unter dem Titel "Kein Markt ohne Menschenrechte" Daniel Saudek. Saudek ist Projektmitarbeiter am Institut für Christliche Philosophie der Universität in Innsbruck. Dieser ist ein Plädoyer für die Achtung der Menschenrechte am freien Markt.

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Rahner Johanna dogmatik 120Die in Tübingen lehrende Dogmatikerin Johanna Rahner stellt in der Zeit online vom 12. Juli 2017 unter dem Titel: "Ein Argument wird nicht dadurch besser, dass man es wiederholt" fest, dass in der Kirche „die Konservativen theologisch immer schwächer wurden“. Das Argument wurde durch „Macht und Strategie“ ersetzt. Das letzte Konzil wollte eine „Balance zwischen liberal-progressiven und bewahrend-konservativen Kräften“, so Rahner. Es fehle den Konservativen aber gegenwärtig eine große Identifikationsfigur. Sie haben sich zu lange hinter der „intellektuellen Aura Benedikts XVI. versteckt“, schreibt die Theologin. Und sie kommt zum Schluss, die Kirche brauche keine ultrakonservativen Spaltpilze, sondern „wo ein kompromissfähiger konservativer Partner fehlt, schwächt das alle“.

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 29/2017. Hier können Sie die gesamte Ausgabe lesen.

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Haering Hermann1 120Schon 2013 analysierte der Deutsche Theologe Hermann Häring den 2012 von Benedikt XVI. zum Chef der Glaubenskongregation ernannten ehemaligen Münchner Dogmatikprofessor und späteren Bischof von Regensburg in einem lesenswerten Artikel in Imprimatur 7/2013.

Darin deckt Häring die theologischen Grundlagen wie auch die in der Person Müller gelegenen Haltungen auf, die ihn so handeln lassen wie er handelte und lehrte. Das ist ein Beitrag, der nicht nur die Person Müller analysiert, sondern Grundstzliches in der Theologie offen legt. Eine wesentliche Wurzel ist die Unfehlbarkeit. Sie wurde leider vom II. Vatikanischen Konzil (LG 25) in gewissen Fällen auch noch auf die Bischöfe ausgeweitet.

Es ist kein historischer Beitrag, obwohl Häring schon 2013 das Scheitern der Zusammenarbeit zwischen Franziskus und Müller voraussagt. Härings Artikel enthält darüber hinaus verständliche bedeutsame Grundlagen der Theologie die dringend einer Änderung bedürfen, will die Kirche in der Moderne ankommen.

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Haering Hermann27 120Kurz vor der ersten Familiensynode erschien am 1. Oktober 2015 in der Südwest Presse ein Interview von Elisabeth Zoll mit Hermann Häring. Darin spricht der Deutsche Theologe Klartext über die bestehenden Probleme und mögliche Auswege. Härings Positionen sind befreiend, menschlich und von einem unübersehbaren Glauben getragen, der auf einen liebenden Gott verweist.

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Rutishauser Christian P3224162 120In einem Gastkommentar in der Neuen Züricher Zeitung am 24. Juni 2017 schreibt der Schweizer Oprdensprovinzial der Jesuiten. Sein Anliegen: "Theologische und säkulare Spiritualität nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sie in ihrer Verschiedenheit aufeinander zu beziehen, ist das Gebot der Stunde, schreibt Christian M. Rutishauser.

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kosch daniel 01neu 200 120Das Netzwerk: zeitgemäß glauben versteht "zeitgemäß" genau in dem Sinn, wie es der Schweizer Theologe Daniel Kosch im Beitrag auf feinschwarz.net darlegt. Wir haben den nachstehenden Beitrag mit den "Zeichen der Zeit" hier übernommen. Es geht nicht um die bloße Modernität, sondern um ein besseres, heutiges Verstehen von Gottes Wollen und Plan für das gesamte Universum, alles Menschen und die ganze Welt. Wir sind überzeugt, seinem Wollen zu entsprechen ist der Weg zu erfülltem Glück, zum Heil für alle Menschen.

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Mansour Ahma 120Die Süddeutsche Zeitung veröffentlich am 16. Juni 2017 ein Essay über eine gelungene Integration. Der Autor Ahmad Mansour, ein Palästinenser. Er zog vor zwölf Jahren aus Israel nach Berlin, um Psychologie zu studieren. Bis er sich hier zu Hause fühlte, dauerte es Jahre. Und es war nicht leicht.

Mansour berichtet über seine Gefühle, die ihn in diesem Prozess begleiteten und darüber, was ihn letztlich zu einem stolzen Deutschen werden ließ. Sein offener Bericht beeindruckt und stimmt nachdenklich, was können wir als Mehheitsbevölkerung noch beitragen, was bisher noch nicht geschieht.

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kirche inHurka Z 2012 09 30 120Für Karol Moravčík sind die Erfahrungen der Kirche aus der Zeit der Verfolgung Vorbild. Damals trugen „Basisgemeinden“ die Kirche, sie waren „Inseln einer sog. positiven Deviation“. Das berichtete der slowakische Priester im Rahmen der Veranstaltung: „Über Grenzen reden – Kirche diesseits und jenseits des ehemaligen „eisernen Vorhangs“. „Ohne Erneuerung der Gemeinden am Ort rund um die Eucharistie als Zentrum und ohne gelebte Gemeinschaftlichkeit christlichen Lebens wird die Kirche – hier in Österreich – keine Zukunft haben“ sagte Regina Polak. „Christliche Perspektive bedarf einer Entprivatisierung des Glaubens und die politische Dimension des Glaubens ist heute nötiger denn je“, betonte András Máté-Tóth.

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