Helmreich Karl 150kirche in klScheinbar unausrottbar sind die Vorwürfe gegenüber geflüchteten Menschen. Sie kämen ja nur um an unserem Sozialsystem zu schmarotzen. Hier ein konkretes Beispiel wie es wirklich ist. Es ist nämlich nicht so. Es betrifft die Geschichte des Hauses Hirtenberg, Anton Kellerg.1.das Laura Gartner Haus. Karl Helmreich der Melker Benediktiner berichtet in nachstehendem Artikel aus der Geschichte die er selbst erlebt und wesentlich gestaltet und beeinflusst hat.

Dieses Haus hat der Der „VEREIN NETZWERK gegen Arbeitslosigkeit und Sozialabbau – Bezirk Baden“ für unbegleitete Jugendliche Flüchtlinge aus dem Kosovo mit Unterstützng des Klosters Melk btrieben.

Das Objekt war ein altes Arbeiterwohnhaus – von der Hirtenberger Patronenfabrik, wurde 1989 gekauft und von 1990 – 91 in zwei Renovierungsphasen mit langzeitarbeitslosen Jugendlichen generalsaniert.

Im April 1991 wurde das Haus von drei Familien und einem vormals Obdachlosen, von vier unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen aus Äthiopien und dem Vereinsobmann, Karl Helmreich der die Jugendlichen betreute, bezogen.
Insgesamt haben in den folgenden Jahren jugendliche Flüchtlinge aus Rumänien und dann mehr und mehr aus dem Kosovo Aufnahme gefunden, insgesamt 36 mit unterschiedlicher Zeitdauer des Aufenthalts.
1993 wurde noch die Außenfassade restauriert.

Im März 1999 wurde per Schenkungsvertrag das Haus der Diakonie übertragen. Die stockte das Haus mit Mitteln von Otto Tausig und der Wohnbauförderung auf und der Bau erhielt damit auch ein neues Dach. Das Haus trägt den Namen der im KZ ermordeten Großmutter von Otto Tausig. Die Mittel aus der dürftigen Wiedergutmachung (Restitutionsgelder ) hat er, der selbst als Jugendlicher mit dem letzten Schiffstransport nach England gerettet werden konnte, zur Verfügung gestellt – darum : „Laura Gatner Haus.“ Innen wurde das Haus jugendgerecht umgestaltet. Im Oktober 2000 wurde es wiedereröffnet und bot nun 44 jugendlichen unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen Platz, allerdings wohnten sie ein wenig eng . Die drei Parteien verblieben weiter im Haus.

Die Flüchtlingsunterbringung wurde der Caritas und Diakonie wegen ihrer für die Flüchtlinge parteiischen Betreuung entzogen, ab 2021 ist sie nur mehr in der Hand des Innenministeriums. Am 30. Juni 2018 musste das Haus geschlossen werden, weil der Caritas ( St.Gabriel ) und der Diakonie von den Vertretern fremdenfeindlicher Politik die Flüchtlinge entzogen wurden und schon vorher keine Neuzuweisungen erfolgten. Das Haus stand dann bis September ungenutzt leer. Es gelang nicht, es einer anderen sozialen Nutzung zuzuführen.

Der gebürtige Inder und ehemalige Flüchtling, Sukhdeep Singh kaufte nun mit einem Kredit das Objekt im September 2020 . Er hängt sehr an dem Haus, in dem er sechs Jahre gelebt hat und von dessen Förderer Tausig er viel Unterstützung während seiner Ausbildungszeit erhalten hat und er investiert sich bei der Arbeit ganz. Er ist nun daran, das Haus in Wohnungen umzubauen. Besondere Probleme haben sich dabei im neuaufgestockten Teil ergeben, wo es erhebliche Baumängel gibt, die den Umbau sehr kostenaufwendig gestalten. Fertig wird das Haus 15 Wohnungen haben mit unterschiedlichen Größen von 35 m2, 65 und über 70 m2. Es ist dies eine Mamutaufgabe und es ist ihm zu wünschen, dass das Werk gelingt. Unter den helfenden Händen sind auch andere ehemalige Heimbewohner. "Es entstehen 15 Wohneinheiten, davon vier Sozialwohnungen, für Menschen aus der Umgebung aus allen Generationen", sagt Singh. Bereits im Jänner sollen sie fertig sein. Ich wünsche dem Eigentümer , dass sein Werk gelingt, ich bewundere seinen Mut und seine Bereitschaft zu hohem, persönlichen Engagement. So schauen Flüchtlingsschicksale aus. Vorbildlich für unsre Kultur!!!

Karl Helmreich

 
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