Ausgewählte Artikel anderer Autoren.

Weißenböck FJ 120Zur revidierten Bibelübersetzung beschreibt der Theologe und Journalist Franz Josef Weißenböck im "Quart Nr. 1 / 2017, der Zeitschrift des Forums Kunst-Wissenschaft-Medien" welche Fortschritte er in der Revision erkennt aber auch welche kritischen Anmerkungen zu machen sind.

wess p 2007Furche Zeitung 100Paul Weß hat sich in zwei Artikel mit der neuen Bibel-Übersetzung auseinander gesetzt. Hier dokumentieren wir den zweiten Teil unter dem Titel "Du bist der Heilige Gottes". Er ist der Wochenschrift "Die Furche" 73 (2017), Nr. 8 vom 23. Februar 2017, Seite 14, entnommen. Ein erster Beitrag ist 14 Tage zuvor erschienen.

Weß wendet sich in beiden Artikeln gegen eine Verfälschung des griechischen Urtextes der Bibel. Er versucht nachzuweisen, dass dies erfolgt, um die Dogmen der frühen Konzilien unverändert beibehalten zu können. Mit diesen Übersetzungen wurde ein falsches Bild Jesu prduziert, welches heute nicht mehr aufrech zu erhalten ist, meint der Pastoraltheologe und Philosoph. Er ist eine wichtige Stimme, die Paul Weß seit vielen Jahrzehnten einbringt. Bisher leider zu oft überhört.

Mitterhöfer Jakob 120kirche inIn der Monatszeitschrift "KIRCHE IN" 04/2017, vom 3. April 2017, widmet sich der Steyler Missionar P. Jakob Mitterhöfer SVD ebenfalls der neuen Übersetzung der Bibel. Er tut dies mit gleicher Zielrichtung: Das Dogma habe den Vorzug vor richtiger Übersetzung erhalten.

Auch wenn immer wieder betont wird, die bisherige Übersetzung wurde "gereinigt" von damaligen Interpretationen und sei deshalb näher am griechischen Text ist doch festzuhalten, "Übersetzungsfehler" - seien sie gewollt oder ungewollt - müssen korrigiert werden. Eine redliche Wissenschaft, die frei agiert, muss darauf bestehen. Und wenn die Kirchenleitung die Freiheit der Wissenschaft tatsächlich anerkennt, muss sie diese "Fehler" aus eigenem korrigieren.

Kirchschläger Walte 120Walter Kirchschläger hat an der Neu-Übersetzung der Bibel als Redaktor für das Matthäus-Evangelium mitgearbeitet. Er meint zur neuen Bibel-Übersetzung: "Viele gute Ansätze wurden eingearbeitet und neue Linien für das Verstehen erschlossen, des Öfteren blieb dieses Bemühen auf halber Strecke stecken." Und weiter: "Die Revision der EÜ ist zweifellos ein großer Schritt nach vorne. Schon jetzt ist abzusehen, dass ein weiterer in nicht zu weiter Ferne liegen darf."

In der Zeitschrift "BIBEL UND KIRCHE" 2 | 2017 übt er Kritik vor allem an der Vorgangsweise. Vornehm schreibt er in der Zusammenfassung: "Die Eingrenzung der Vorgangsweise und die Methode der Entscheidungsfindung und der Einzelarbeit am Text lässt Wünschenswertes für eine weitere Überarbeitung offen.""Fehler tilgen, die biblischen Metaphern und sprachliche Eigenheiten der einzelnen biblischen Schriften neu bewusst machen, Zusätze eliminieren – da ist viel geschehen und viel auch unterblieben."

Lesen Sie nachstehend seinen Beitrag.

wess2007 120Furche Zeitung 120Franziskus schreibt in Evangelii gaudium:  »Die enormen und schnellen kulturellen Veränderungen« erforderten es, »dass wir stets unsere Aufmerksamkeit darauf richten und versuchen, die ewigen Wahrheiten in einer Sprache auszudrücken, die deren ständige Neuheit durchscheinen lässt«. »Manchmal ist das, was die Gläubigen beim Hören einer vollkommen musterhaften Sprache empfangen, aufgrund ihres eigenen Sprachgebrauchs und -verständnisses etwas, was nicht dem wahren Evangelium Jesu Christi entspricht«. »Auf diese Weise sind wir einer Formulierung treu, überbringen aber nicht die Substanz. Das ist das größte Risiko« (Nr. 41).

Im Spannungsfeld zwischen Schrift und Tradition üben namhafte Theologen Krtik an der neuen Übersetzung und begründen diese auch. Paul Weß schreibt in der Wochenschrift "Die Furche", Nr. 5 vom 2. Februar 2017, auf Seite 15, nachstehenden Artikel. Mit überzeugenden Argumenten wendet sich Weß gegen die Gleichsetzung von Gott und Jesus. Er stellt die Frage: Ist die Bibel oder das Dogma der Maßstab?

Zulehner  Paul M 120Der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner hielt am 21. März 2017 einen Vortrag bei der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) zur Lage der Kirche mit einem "Seitenblick" - wie er es nannte - auf die Frage der Flüchtlings- und Migrationslage in unserem Land.

Seine Thesen können Sie nachstehend lesen. Den Vortrag können Sie auf seiner Homepage hören.