Ausgewählte Artikel anderer Autoren.

cigTautor Amelie 120Amelie Tautor geht in ihrem Artikel "Vom Reden und Schweigen der Kirche" zwar von der Evangelischen Kirche in Deutschland aus, sein Inhalt hat jedoch durchaus auch für die Katholische Kirche - auch in anderen Ländern Relevanz. Kirchen, so zitiert Tautor den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen Deutschlands, Heinrich Bedfort-Strom, haben auch in westlichen Gesellschaften unter einer mehr oder weniger radikalen Trennung von Staat und Kirche etwas zu sagen. Nicht autoritär und von oben aber als Orientierungshilfe für die einzelnen Menschen in der Gesellschaft. Mit Sachlichkeit und Leidenschaftlichkeit gehen dann entschiedene Christinnen und Christen in die Gemeindehäuser und Staatskanzleien um ihre Überzeugungen darzulegen, auch in der Öffentlichkeit und im persönlichen Dialog.

Der Beitrag ist in der Wochenschrift Christ in der Gegenwart (CIG 35/2016) erschienen.

Ammicht Quinn 120"Gender", ein Begriff der in gesellschaftlichen und kirchlichen Diskussionen immer wieder vorkommt. Sein Inhalt ist aber oft ungeklärt oder wird missbräuchlich verwendet. Regina Ammicht Quinn beschreibt in ihrem Beitrag in der Zeitschrift "Stimmen der Zeit"  9/2016 – www.stimmen-der-zeit.de Gender - wie sich der Begriff ständig weiter entwickelt und so den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung zu tragen versucht. Für Ammicht Quinn ist Gender ein Alalyseinstrument, welches die "Grammatiken" der Geschlechterverhältnisse untersucht. Der Begriff hat aber auch eine Verunsicherungs- und eine Gerechtigskeitskategorie.

wess2007 120Die FURCHE 120Paul Weß zeigt in seinem jüngsten Beitrag in der Zeitschrift "DIE FURCHE" 33 / 2016 vom 18. August 2016 notwendige Voraussetzungen für eine Willkommenskultur. Es ist kein leichtes Vorhaben und fordert viele heraus. Willkommenskultur braucht Vertrauen und Sinn des Lebens. Das erfordert entsprechende Erfahrungen und lässt sich nicht anordnen.

sandler willibald 120Der Innsbrucker Theologe, Willibald Sandler, sieht in der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen "Amoris Laetitia" als Weiterführung von "Familiaris Consortio". Er nennt es eine "Sakramentale Barmherzigkeit", die nicht spaltet, sondern auf dem Weg begleitet und stärkt. Er hat seine Gedanken dazu im Leseraum der Universität Innsbruck im Juli 2016 veröffentlicht. Der Beitrag ist auch als pdf-Datei verfügbar.

Kiyak Mely Seeman 120In ihrer Kolumne „Burkaverbot: Die Arroganz der Beleidigten“ leuchtet Mely Kiyak in die deutsche Gesellschaft hinein. © ZEIT ONLINE hat die Kolumne am 24. August 2016 veröffentlicht.

Die von Kiyak analysierten Beobachtungen treffen durchaus auch auf Gesellschaften anderer Länder zu. Die Menschen aus fremden Ländern und anderen Kulturen fordern uns heraus, die eigenen Sichtweisen zu überdenken und genauer hinzuschauen: Was ist gemeint? Was wird gewollt? Wie wirkt das?

Schüngel Straumann Helen 120In der Zeitschrift "Aufbruch", Nummer 223 / 2016, schreibt die Bibelwissenschafterin Helen Schüngel-Straumann kurz und klar, das "Frauendiakonat ist keine Lösung" der gegenwärtigen Probleme. Bis zum 9. Jahrhundet gab es Diakoninnen, sie konnten auch Sakramente spenden (Taufe), duch ein Diakonat "light" würde die Gleichstellung der Geschlechter eher behindert als gefördert. "Das Diakonat für Frauen wäre eine Sackgasse", schreibt Schüngel-Straumann. Ein anderes Weiheverständnis ist ihr Ansatz.

Mueller Gerh Lud 120schnborn apronaldzak20081221190722Seit drei Jahren steht der Präfekt der Glaubenskongregation im Schatten von Papst Franziskus. Wird Gerhard Ludwig Müller nun versetzt?

Mit diesen Spekulationen stehen auch Gerüchte in Zusammenhang, dass bei einer Berufung von Christoph Kardinal Schönborn nach Rom der bisherige Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics in Wien nachfolgen und der kürzlich als Superior des Priorats in Mariazell zurückgetretene und in die Diözese Eisenstadt wechselnde P. Karl Schauer Eisenstadts neuer Bischöf werden könnten. Das erscheint nicht nur eine Hiobsbotschaft zu sein, sondern - so ist zu hoffen - doch nicht realistisch. Der größere Teil des Kirchenvolks hätte damit jedenfalls keine Freude.

Julius Müller-Meiningen, Rom, hat in der Zeitschrift Christ & Welt, Ausgabe 34/2016, den Extraseiten der ZEIT für Glaube, Geist und Gesellschaft, nachstehenden Beitrag verfasst.

Stosch von klaus 120Franziskus hat sich erst jüngst wieder dagegen verwahrt, Islam und Gewalt gleichzusetzen. So jemanden darf es aus Sicht des IS nicht geben, sagt der Theologe Klaus von Stosch. Seine Aussagen sind der beste Beitrag zur Terrorprävention. Der IS lechzt nämlich nach holzschnittartigen, die Gesellschaften spaltenden Positionen wie sie etwa Trump und Marine Le Pen vertreten.

Sabine Kleyboldt von der Katholischen Nachrichetn-Agentur (KNA) hat nachstehendes Interview geführt. Das Domradio Köln hat es veröffentlicht.

Tibi Bassam2 120„Ich kapituliere“, tituliert Bassam Tibi Ende Juli im Magazin für Politische Kultur des Res Publika Verlages in Berlin seinen Beitrag. Nach 25 Jahren scheint es, dass sich Tibi, der sunnitischer Muslim, der stammt aus einer traditionsreichen Damaszener Gelehrten-Familie stammt, von seiner Vision eines Euro-Islam verabschiedet. Der Kopftuch-Islam habe gesiegt, schreibt er resignierend. Oder tut er es doch nicht, wie man am Ende des Beitrag vermuten kann?

Tibi hat zwischen 1982 und 1992, zwischen Dakar/Senegal und Paris sein Konzept von einer Europäisierung des Islam zu einem Euro-Islam als Vision für die Integration islamischer Zuwanderer nach Europa entwickelt. Im vergangenen Vierteljahrhundert hat er unermüdlich für die Umsetzung dieser Vision in eine Policy der Integration gekämpft. In seinem im Juni-Heft des Cicero veröffentlichten Artikel „Ich kapituliere“ erklärt er sich für gescheitert. Der Artikel kann hier mit freundlicher Genehmigung der Cicero-Redaktion im Volltext heruntergeladen werden.