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Mitterhöfer Jakob 120kirche inIn der Monatszeitschrift "KIRCHE IN" 04/2017, vom 3. April 2017, widmet sich der Steyler Missionar P. Jakob Mitterhöfer SVD ebenfalls der neuen Übersetzung der Bibel. Er tut dies mit gleicher Zielrichtung: Das Dogma habe den Vorzug vor richtiger Übersetzung erhalten.

Auch wenn immer wieder betont wird, die bisherige Übersetzung wurde "gereinigt" von damaligen Interpretationen und sei deshalb näher am griechischen Text ist doch festzuhalten, "Übersetzungsfehler" - seien sie gewollt oder ungewollt - müssen korrigiert werden. Eine redliche Wissenschaft, die frei agiert, muss darauf bestehen. Und wenn die Kirchenleitung die Freiheit der Wissenschaft tatsächlich anerkennt, muss sie diese "Fehler" aus eigenem korrigieren.

Kirchschläger Walte 120Walter Kirchschläger hat an der Neu-Übersetzung der Bibel als Redaktor für das Matthäus-Evangelium mitgearbeitet. Er meint zur neuen Bibel-Übersetzung: "Viele gute Ansätze wurden eingearbeitet und neue Linien für das Verstehen erschlossen, des Öfteren blieb dieses Bemühen auf halber Strecke stecken." Und weiter: "Die Revision der EÜ ist zweifellos ein großer Schritt nach vorne. Schon jetzt ist abzusehen, dass ein weiterer in nicht zu weiter Ferne liegen darf."

In der Zeitschrift "BIBEL UND KIRCHE" 2 | 2017 übt er Kritik vor allem an der Vorgangsweise. Vornehm schreibt er in der Zusammenfassung: "Die Eingrenzung der Vorgangsweise und die Methode der Entscheidungsfindung und der Einzelarbeit am Text lässt Wünschenswertes für eine weitere Überarbeitung offen.""Fehler tilgen, die biblischen Metaphern und sprachliche Eigenheiten der einzelnen biblischen Schriften neu bewusst machen, Zusätze eliminieren – da ist viel geschehen und viel auch unterblieben."

Lesen Sie nachstehend seinen Beitrag.

wess2007 120Furche Zeitung 120Franziskus schreibt in Evangelii gaudium:  »Die enormen und schnellen kulturellen Veränderungen« erforderten es, »dass wir stets unsere Aufmerksamkeit darauf richten und versuchen, die ewigen Wahrheiten in einer Sprache auszudrücken, die deren ständige Neuheit durchscheinen lässt«. »Manchmal ist das, was die Gläubigen beim Hören einer vollkommen musterhaften Sprache empfangen, aufgrund ihres eigenen Sprachgebrauchs und -verständnisses etwas, was nicht dem wahren Evangelium Jesu Christi entspricht«. »Auf diese Weise sind wir einer Formulierung treu, überbringen aber nicht die Substanz. Das ist das größte Risiko« (Nr. 41).

Im Spannungsfeld zwischen Schrift und Tradition üben namhafte Theologen Krtik an der neuen Übersetzung und begründen diese auch. Paul Weß schreibt in der Wochenschrift "Die Furche", Nr. 5 vom 2. Februar 2017, auf Seite 15, nachstehenden Artikel. Mit überzeugenden Argumenten wendet sich Weß gegen die Gleichsetzung von Gott und Jesus. Er stellt die Frage: Ist die Bibel oder das Dogma der Maßstab?

Zulehner  Paul M 120Der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner hielt am 21. März 2017 einen Vortrag bei der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) zur Lage der Kirche mit einem "Seitenblick" - wie er es nannte - auf die Frage der Flüchtlings- und Migrationslage in unserem Land.

Seine Thesen können Sie nachstehend lesen. Den Vortrag können Sie auf seiner Homepage hören.

hackl g klPfarrer Gerhard Hackl schreibt uns "EIN ENTSCHIEDENES UND KLARES NEIN ZUR „PFARRE NEU“ !!! Er hat langjährige Erfahrung in Gemeinden sündlich von Wien.

Und weiter schreibt er: "Generalabt Propst Bernhard Backovsky sagt wörtlich: „Die GEMEINSCHAFT VOR ORT und der PERSÖNLICHE KONTAKT MIT DEN MENSCHEN GEHÖREN WESENTLICH ZUM KIRCHE – SEIN DAZU.“ „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns GEWOHNT.“ (Joh 1,14)

reisenbichler ign klbibel3 kl"Die Bibel ist ein Buch, das immer schöner wird, je mehr man sich mit ihm beschäftigt", sagt die neu von der Österreichischen Bischofskonferenz bestellte Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks in der Linzer Kirchenzeitung.

Ignaz Reisenbichler hat beim Netzwerk: zeitgemäß glauben am 23. März 2017 nachstehend dokumentierten Vortrag gehalten, der mit großem Interesse aufgenommen wurde.

hoefer rudolf klDie Wiener Zeitung vom 4./5. Februar 2017 veröffentlichte einen Gastkommentar von Rudolf K. Höfer. Dem ao. Univ.-Prof. für Kirchengeschichte an der Universität Graz istein gerechter Kirchenbeitrag ein großes Anliegen.Im Jahr 2014 veröffentlichte er bei Tyrolia das Buch "Kirchenfinanzierung in Europa". Darin gibt er einen Überblick über die Kirchenfinanzierung in Belgien, Deutschland, Italien, Österreich, England, Frankreich, Schweden, Slowenien und Ungarn und beurteilt sie kritisch.

Der nachstehende Beitrag aus der Wiener Zeitung trägt den Titel: "Kirchenbeitragsgesetz fördert Kirchenaustritte.Ist der Staat zu Religionsgemeinschaften neutral?"

Koller Er 120Der Schweizer Theologe und Journalist Erwin Koller hat Ende Dezember 2016 im Internetportal JOURNAL21.ch die Reformationsepoche mit ihren vielfältigen Anstößen und Auswirkungen übersichtlich und verständlich dargestellt.

Er zeigt, wie vielfältig die Bemühungen im 15. und 16. Jahrhundert waren die Kluft zwischen der kirchlichen Praxis und den Ursprungsideen des Jesus von Nazareth zu überbrücken. Alles in bester Absicht. Verstrickungen mit Macht und Geld engten allerdings geistige Wenden so weit ein, dass auch vor dem Scheiterhaufen nicht Halt gemacht wurde.

Was einmal für „richtig“ erkannt wurde, kann doch keiner Änderung unterliegen. So eine Haltung ist oft heute noch ein Hindernis. Bei einem selbst oder in der größeren Gemeinschaft – sei es Staat oder Kirche – ist sie kritisch zu hinterfragen.