Ausgewählte Artikel anderer Autoren.

Schwarz Rolan 120Roland Schwarz, Bibeltheologe und langjähriger Pfarrer in Wien, hat im Quartalsheft der Erzdiözese Wien/Pastoralamt, Referat für Spiritualität nachstehenden, sehr lesenswerten Beitrag "Die frühchristlichen Gemeinden in der Bibel" veröffentlicht.

Schwarz ist einer jener Priester, die sowohl die Bibel gut kennen als auch die unmittelbare Praxis mit Gemeindebildung am Ort hautnah erfahrem haben. Dieses Modell von damals zu verheutigen, ist die Herausforderung heute.

 

Delere Roth 150Im Vorfeld zu den beiden Familiensynoden hat Franziskus eine Befragung "bis an die Basis" angeordnet. Drei Studierende der Theologie und Sozialwissenschaften Sarah Delere sowie Anna und Tobias Roth aus Berlin und Münster haben den sperrigen Fragebogen zu Ehe und Familie aus Rom nicht nur kritisiert. Sie sind selbst aktiv geworden. Auf einer Schiffsreise haben sie weltweit rund 12.000 Menschen zu den "Heißen Eisen" befragt. Das Ergebnis haben sie jetzt in den Stimmen der Zeit veröffentlicht. Für ihre Arbeit wurden sie auch mit dem Herbert-Haag-Preis 2016 ausgezeichnet.

Das Ergebnis kann steht hier zum download zur Verfügung.

cigTautor Amelie 120Amelie Tautor geht in ihrem Artikel "Vom Reden und Schweigen der Kirche" zwar von der Evangelischen Kirche in Deutschland aus, sein Inhalt hat jedoch durchaus auch für die Katholische Kirche - auch in anderen Ländern Relevanz. Kirchen, so zitiert Tautor den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen Deutschlands, Heinrich Bedfort-Strom, haben auch in westlichen Gesellschaften unter einer mehr oder weniger radikalen Trennung von Staat und Kirche etwas zu sagen. Nicht autoritär und von oben aber als Orientierungshilfe für die einzelnen Menschen in der Gesellschaft. Mit Sachlichkeit und Leidenschaftlichkeit gehen dann entschiedene Christinnen und Christen in die Gemeindehäuser und Staatskanzleien um ihre Überzeugungen darzulegen, auch in der Öffentlichkeit und im persönlichen Dialog.

Der Beitrag ist in der Wochenschrift Christ in der Gegenwart (CIG 35/2016) erschienen.

Ammicht Quinn 120"Gender", ein Begriff der in gesellschaftlichen und kirchlichen Diskussionen immer wieder vorkommt. Sein Inhalt ist aber oft ungeklärt oder wird missbräuchlich verwendet. Regina Ammicht Quinn beschreibt in ihrem Beitrag in der Zeitschrift "Stimmen der Zeit"  9/2016 – www.stimmen-der-zeit.de Gender - wie sich der Begriff ständig weiter entwickelt und so den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung zu tragen versucht. Für Ammicht Quinn ist Gender ein Alalyseinstrument, welches die "Grammatiken" der Geschlechterverhältnisse untersucht. Der Begriff hat aber auch eine Verunsicherungs- und eine Gerechtigskeitskategorie.

wess2007 120Die FURCHE 120Paul Weß zeigt in seinem jüngsten Beitrag in der Zeitschrift "DIE FURCHE" 33 / 2016 vom 18. August 2016 notwendige Voraussetzungen für eine Willkommenskultur. Es ist kein leichtes Vorhaben und fordert viele heraus. Willkommenskultur braucht Vertrauen und Sinn des Lebens. Das erfordert entsprechende Erfahrungen und lässt sich nicht anordnen.

sandler willibald 120Der Innsbrucker Theologe, Willibald Sandler, sieht in der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen "Amoris Laetitia" als Weiterführung von "Familiaris Consortio". Er nennt es eine "Sakramentale Barmherzigkeit", die nicht spaltet, sondern auf dem Weg begleitet und stärkt. Er hat seine Gedanken dazu im Leseraum der Universität Innsbruck im Juli 2016 veröffentlicht. Der Beitrag ist auch als pdf-Datei verfügbar.

Kiyak Mely Seeman 120In ihrer Kolumne „Burkaverbot: Die Arroganz der Beleidigten“ leuchtet Mely Kiyak in die deutsche Gesellschaft hinein. © ZEIT ONLINE hat die Kolumne am 24. August 2016 veröffentlicht.

Die von Kiyak analysierten Beobachtungen treffen durchaus auch auf Gesellschaften anderer Länder zu. Die Menschen aus fremden Ländern und anderen Kulturen fordern uns heraus, die eigenen Sichtweisen zu überdenken und genauer hinzuschauen: Was ist gemeint? Was wird gewollt? Wie wirkt das?

Schüngel Straumann Helen 120In der Zeitschrift "Aufbruch", Nummer 223 / 2016, schreibt die Bibelwissenschafterin Helen Schüngel-Straumann kurz und klar, das "Frauendiakonat ist keine Lösung" der gegenwärtigen Probleme. Bis zum 9. Jahrhundet gab es Diakoninnen, sie konnten auch Sakramente spenden (Taufe), duch ein Diakonat "light" würde die Gleichstellung der Geschlechter eher behindert als gefördert. "Das Diakonat für Frauen wäre eine Sackgasse", schreibt Schüngel-Straumann. Ein anderes Weiheverständnis ist ihr Ansatz.

Mueller Gerh Lud 120schnborn apronaldzak20081221190722Seit drei Jahren steht der Präfekt der Glaubenskongregation im Schatten von Papst Franziskus. Wird Gerhard Ludwig Müller nun versetzt?

Mit diesen Spekulationen stehen auch Gerüchte in Zusammenhang, dass bei einer Berufung von Christoph Kardinal Schönborn nach Rom der bisherige Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics in Wien nachfolgen und der kürzlich als Superior des Priorats in Mariazell zurückgetretene und in die Diözese Eisenstadt wechselnde P. Karl Schauer Eisenstadts neuer Bischöf werden könnten. Das erscheint nicht nur eine Hiobsbotschaft zu sein, sondern - so ist zu hoffen - doch nicht realistisch. Der größere Teil des Kirchenvolks hätte damit jedenfalls keine Freude.

Julius Müller-Meiningen, Rom, hat in der Zeitschrift Christ & Welt, Ausgabe 34/2016, den Extraseiten der ZEIT für Glaube, Geist und Gesellschaft, nachstehenden Beitrag verfasst.