Kräutler Erwin fact.5144638 150Erwin Kräutler, der austro-lateinamerikanische und seit vier Jahren emeritierte Bischof vom Xingu feiert heute seinen 80. Geburtstag. Das Netzwerk: zeitgemäß glauben gratuliert ihm und dankt ihm für sein vorbildliches Wirken als Mensch, als Priester und als Bischof. Er ist lebendiges Vorbild, wie heute Christentum gelebt und den Menschen, besonders den Ärmeren geholfen werden kann.

Mit seinem Einsatz für die Rechtlosen, Gedemütigten, Benachteiligten, für die indogene Bevölkerung sowie für demokratische und gleichberechtigte Verhältnisse in Staat und Kirche war er immer Vorbild und ein guter Fürsprecher für Christinnen und Christen, die auch in der Kirche um Änderungen ringen, damit die Kirche endlich wieder auf die Höhe der Zeit kommt.

Für all seinen von der Liebe zu den Menschen getragenen engagierten und rastlosen Einsatz, bei dem er auch Gefahren in Kauf nahm ist ihm zu danken. Sein Leben ist durchsichtig hin auf Jesus und zeigt auch uns hier in Europa was es heißt im Vertrauen auf Gott zu leben und zu wirken.

Guggenberger dsc 0759 korr foto khkronawetter extralarge 120Seit langem ist es umstritten, ganz besonders in demokratischen Staaten und da wieder in Diözesen mit mündigen Katholikinnen und Katholiken, wer bei der Auswahl und Ernennung von Bischöfen mitsprechen kann und soll. Als 1987 die Ernennung von Kurt Krenn in Wien bekannt wurde hat das Forum "Kirche ist Gemeinschaft" ein Diözesankonklave unter repräsentativer  Beteiligung aller vorgeschlagen. In Kärnten zeigt sich das Dilemma der römisch gelenkten katholischen Kirche neu. Zu viele Köche von außerhalb der Diözese Gurk-Klagenfurt verderben den Brei.

Das "Forum mündiger Christ/innen" lädt zur Unterstützung einer Petition ein, die Engelbert Guggenberger als neuen Bischof in der Diözese Gurk-Klagenfurt wünscht.

Seenotrettung SOS Méditerranée 800x445 170Die Debatte um Flüchtlinge auf dem Mittelmeer geht in der Deutschen Kirche weiter. So berichtet das Internetportal katholisch.de am Sonntag über Aussagen des Münsteraner Bischofs, Felix Genn, seines Essener Kollegen Franz-Josef Overbeck sowie vom Flüchtlingsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Stefan Heße, die übereinstimmend die Auffassung vertreten, wer Leben rettet kann für diese Tat nicht bestraft werden. Ein solches Gesetz widerspricht dem Rechtsstaat und der Botschaft Jesu.

Auch in Österreich wäre es gut, sich verstärkt einer Debatte zu stellen, ob der Umgang mit zu uns geflüchteten Menschen in diesem Land der Botschaft Jesu entspricht. Starke Zweifel müssen einem da kommen.

schoenborn 2019 120Mitglieder des Netzwerks: zeitgemäß glauben sind über die Auftritte von Ex-Kanzler Sebastian Kurz und dem Wiener Kardinal Christoph Schönborn beim internationalen evangelikalen Großevent „Awakening Austria“ am vergangenen Sonntag in der Wiener Stadthalle entsetzt. Der Ex-Kanzler wirkte hölzern, der Kardinal kränklich und die Veranstalter wirkten peinlich.

Schon die österreichische Geschichte zeigt, dass die Paarung „Thron und Altar“ über die Menschen unseres Landes oftmals Krieg, Leid und Trauer gebracht hat. Auch das amerikanische Vorbild dieser Veranstaltung mit Donald Trump und den evangelikalen Sympathisanten oder andere Beispiele der Gegenwart wie etwa Wladimir Putin, Jair Bolsonaro, Recep Tayyip Erdoğan, die politischen Systeme im Iran oder in Saudi Arabien oder gar der Islamische Staat lassen antidemokratische, menschenrechtsverletzende, diskriminierende bis hin zu tödlichen Tendenzen erkennen.

Baumann Ruth und Leopold 200Ruth und Leopold Baumann sind Anfang und Mitte Mai von dieser Welt heimgegangen, zum Urgrund allen Seins, das wir Gott nennen. Leopold 90-jährig, Ruth 89-jährig. Sie hatten ein reich gefülltes Leben. Es war nicht immer leicht aber gemeinsam meisterten sie es vorbildlich. Sie traten zumeist gemeinsam auf und waren fest, treu und entschlossen miteinander und mit vielen Menschen verbunden.

Ruth und Leopold waren Eltern dreier Kinder. Ihr Sohn, das älteste Kind, starb 18-jährig an Krebs. Ein schwerer Schlag, der schon auch aus der Bahn werfen kann. Die beiden Töchter, der Freundeskreis in der Pfarre und ihr Glaube ließ sie jedoch den Mut wieder finden, um das Leben positiv und nicht verbittert mit seinen vielfältigen Aufgaben wieder anzunehmen und in Summe glücklich zu leben.

Sie waren von ihrer Jugend an in der Pfarre St. Gertud in Wien Währing beheimatet. Ruth und Leopold gehörten zu jener Gruppe Christen, die von Anfang der Erneuerungsbewegung in der Erzdiözese Wien gegen die Ernennung von Kurt Krenn zum Weihbischof auftraten. Seit damals waren wir in Verbindung.

Sie trugen die Erneuerungsgedanken in ihre Pfarre, in ihre Familienrunde und waren so etwas wie Missionare einer Kirche, die in der heutigen Zeit angekommen ist. Entschlossen, Selbsständig und Solidarisch mit den Schwächeren.

Bürcher Peter 120Franziskus hat für die Diözese Chur am 20 Mai einen Apostolischen Administrator eingesetzt. Er löst den seit 2007 amtierenden und umstrittenen Bischof Vitus Huonder ab. Damit wurde zwar formal einer Forderung der reformorientierten Allianz "Es reicht!" entsprochen. Sie hatte bereits 2016 die Petition «Gemeinsam für einen Neuanfang im Bistum Chur» gestartete, die vor der Ernennung eines neuen Bischofs einen vermittelnden Administrator vorschlug.

Ob Peter Bürcher der Mann ist, der einen solchen Übergang mit Vernunft und ohne tendentielle Scheuklappen ermöglichen wird, ist allerdings offen. Die Diözese Chur hatte bereits einmal, nämlich von 1990 bis 1997 den einseitig konsevativen Bischof Wolfgang Haas zu ertragen. Für ihn wurde aus dem bisher zur Diözese Chur gehörenden Dekanat Lichtenstein ein Erzbistum gemacht, in das er zum Erz-Bischof "hinaufbefördert" wurde, nach dem der Kanton Zürich ihm Kirchensteuergelder verweigerte.

Erwin Koller, Präsident der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche, hat zur Ernennung von Bücher den nachstehenden Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Aufbruch" geschrieben.

Zusätzlich bietet das Netzwerk: zeitgemäß glauben auch noch zwei Beiträge dazu aus der Neuen Züricher Zeitung vom 21. Mai 2019 zur Lektüre an.

Drewermann Eugen 120Eugen Drewemann sprach im September 2018 in Basel. Die christkatholische Kirche war voll, die Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten 90 Minuten lang gebannt von seinen Worten und Gedanken. Drewermann sprach über die Botschaft Jesu. Klar, direkt, fordernd, eindrucksvoll! Er ist einer der Theologen, die die Botschaft Jesu heute ansprechend hilfreich und damit einladend formulieren kann.

Das Netzwerk: zeitgemäß glauben hat Berichte von diesem Auftritt des deutschen Theologen und Psychoanalytiker studiert und bietet nachstehend einige davon gesammelt an. Darunter sind: Der Telebasel Talk vom 13. September 2018, die Baseler Zeitung vom 14. September 2018 oder die BZ Basel vom 10. September 2018 oder das Röisch Katholische Pfarrblatt der Nord-Schweiz und der Bericht der Römisch Katholischen Kirche Basel Stadt. Nachstehend noch den Bericht des katholischen Medienzentrums www.kath.ch.

Kosch Daniel 120Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Kirchen zwischen Macht und Ohnmacht hat der Schweizer Theologe Daniel Kosch im Februar 2019 vor dem Forum für Universität und Gesellschaft der Universität Bern nachstehenden Vortrag gehalten. Darin beschäftigt sich Kosch mit Visionen, die in der Gegenwart Relevanz haben. Der Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz zeigt das anhand gesellschaftlicher Entwicklungen und beschreibt die Auswirkungen auf Religionsgemeinschaften. Der Titel seines Vortrags lautete: Kirchen und Gesellschaft: Zukunftsvisionen aus römisch-katholischer Sicht

moravcik karolAnfang April haben der in der Slowakei arbeitende Priester Karol Moravčík und der aus der Slowakei stammende und in der Diözese Eisenstadt arbeitende Priester Gabriel Kozuch im Rahmen einer Vortragsreihe "30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs - Kirche, Politik und Gesellschaft im Grenzland" einen Vortrag im Haus St. Stephan in Oberpullendorf / Burgenland gehalten.

Karol Moravčík hat uns seinen Vortrag zur Verfügung gestellt und wir veröffentlichen ihn nachstehend. Er gibt darin Einblicke in die Slowakische Gesellschaft und die slowakische Kirche.