Schönborn Christoph 120"Kathpress" hat Kardinal Christoph Schönborn zum aktuellen Stand der Jugendsynode in Rom interviewt

Der als Mitglied des Synodenrates vom 3. bis 28. Oktober 21018 in Rom an der Jugendsynode teilnehmende Wiener Erzbischof zieht darin ein erstes Stimmungsresümee über die Jugendsynode. Inhaltlich bleibt er vage, vorsichtig und abwartend.

Lesen Sie nachstehend das Interview.

Drewermann Eugen Predigerkirche 2 150Boris Burkhardt berichtet im Katholischen Meddienzentrum kath.ch am 13 September 2018 über einen Vortrag von Prof. Eugen Drewermann in Basel. Der mit Redeverbot in allen katholischen Einrichtungen belegte Theologe und Psychotherapeut versteht es, wie kaum ein anderer, den Glauben konkret und damit lebendig zu machen.

Das Redeverbot kränkt Drewermann. Hier ist Solidarität angesagt, wie sie die römisch-katholische Kirche in Basel zeigte. Noch stärker trifft es aber die Kirche selbst, die sich um wertvolle Gedanken und Interpetationen beraubt.

Hurka Z 2012 09 30 120Der Skandal an sexuellen Übergriffen von Priestern und anderen Vertretern der katholischen Kirche erreicht nach der Missbrauchsstudie der Grand Jury in Pennsylvania, die im August Aufsehen erregte in Europa einen neuen Höhepunkt. Die Zeitschriften SPIEGEL ONLINE und DIE ZEIT ONLINE berichten heute über eine über alle Diözesen Deutschlands reichende Studie eines unabhängigen Forschungskonsortiums der Universitäten Mannheim, Heidelberg und Gießen.

Franziskus papst02 120Einem Aufstand der Gläubigen kommt es gleich, wenn Frauen und Männer sich lautstark in Gottesdiensten gegen die Prediger wenden, unabhängig ob der Washingtoner Kardinal Donald Wuerl oder ein Gemeindepfarrer im Bundesstaat Georgia spricht. Über solche Ereignisse in den USA berichtet das Internetportal katholisch.de unter Hinweis auf eine Bericht der Katholischen Nachrichtenagentur.

Die Geduld ist am Ende! Es braucht weitreichende Maßnahmen wie zum Beispiel:

  • Mitbestimmung aller Gläubigen in allen sie betreffenden Fragen.
  • Öffnung aller Dienste für geeignete Frauen und Männer, ohne disziplinärer Einschränkungen wie etwa einem Pflichtzölibat.
  • Transparente Entscheidungen, die mit einer Auskunftspflicht gegenüber allen Betroffenen nachvollziehbar sind.
  • Ende der öffentlich ausgetragenen Grabenkämpfe mit Unwahrheiten gegen Franziskus.

Alle Gläubigen, unabhängig ob Bischöfe oder einfache Kirchenmitglieder sind herausgefordert einmütig und solidarisch mit Franziskus endlich konkrete Schritte zu setzen und Solidarität mit den Opfern und Belasteten zu leben.

Franziskus presse120Ende 2017 haben wir Franziskus nachstehendes Schreiben geschickt und von Staatssekretariat Antwort erhalten:

Sehr geehrter Bischof von Rom, Lieber Franziskus!

Das Netzwerk: zeitgemäß glauben hat die angeschlossene Erklärung „Solidarität mit Franziskus“ öffentlich zur Unterstützung aufgelegt (www.zeitgemaess-glauben.at). Darin danken wir Ihnen für Ihr einfühlsames Wirken im Dienste der Menschen und der Natur. Gleichzeitig ersuchen wir die Bischöfe, Ihren Weg stärker als bisher zu unterstützen und verpflichten uns selbst, dem Leben Jesu konkret und hilfreich für die Menschen zu folgen.

Varadkar Leo 120Franziskus papst02 120Es ist angemessen und richtig, wenn Franziskus bei seiner ersten Rede in Irland die Verbrechen sexueller Übergriffe durch Kirchenvertreter als "schweren Skandal" bezeichnet. Bagatellisierung und Vertuschung sind allerdings mehr als "Versäumnisse". Kathpress berichtet darüber.

Anerkennen der Verbrechen, Entschuldigung, Geld und Scham reichen aber nicht aus, um künftig solche Vorfälle zu verhindern. Da braucht es einen radikalen Abbau jeder Form des Klerikalismus, eine offene Kirchengesellschaft in der der Zugang zu allen Diensten allen grundsätzlich offen steht, in der alle in allen Fragen die sie betreffen entscheidend mitbestimmen können, einschließlich der Wahlfreiheit beim Zölibat, um drei wichtige Faktoren zu nennen.

Das ist eine Aufgabe, die zwar von oben angestoßen, die aber auf allen Ebenen und von allen Mitgliedern umgesetzt werden muss!

Franziskus telefono 120In seinem Brief an das Volk Gottes schreibt Franziskus am 20. August 2018 "Kleriker und Ordensleute" haben Minderjährigen "viele Leben geraubt" durch ihre "Verhaltensweisen des sexuellen wie des Macht- und Gewissensmissbrauchs". Als eine entscheidende Ursache dafür nennt er den Klerikalismus.

Und er stellt fest: "Der Klerikalismus, sei er nun von den Priestern selbst oder von den Laien gefördert, erzeugt eine Spaltung im Leib der Kirche." Dem gegenüber stellt er die Zugehörigkeit zum Volk Gottes ins Zentrum und verweist auf Paulus: »Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit«.

"Mit Scham und Reue" bittet er um Vergebung "für die eigenen und für die Sünden anderer".

benedikt unterschreibt2Haering Hermann20 120Der tiefschürfende Analytiker und Dogmatiker Hermann Häring analysiert kritisch den von Joseph Ratzinger geschriebenen und von Kurt Koch veröffentlichten Text zum christlich-jödischen Dialog. Seinen Beitrag "Der Ex-Papst kartet nach – Welche Rechnung will er begleichen?" hat das Netzwerk:zeitgemäß glauben nachstehend dokumentiert.

Obwohl sich der Ex-Papst schweigend und betend zurückziehen wollte griff er nochmals zur Feder um seine defizitäre Sicht des Judentums nachhackend zu rechtfertigen. Dabei kommt er jedoch ohne einer Abwertung des Judentums nicht aus, stellte der Hans Küng-Schüler fest. Dagegen nahm bereits Anfang Juli auch der Berliner Rabbiner Walter Homolka Stellung.

hurka fact.5232568 120Es ist unerträglich! Mit Härte und Zynismus werden Menschen die aus Hunger, Elend, Terror und Krieg zu uns geflüchtet sind, zurückgewiesen, abgeschoben und im geringsten Fall mit unwürdigen Unterstellungen auf Distanz gehalten. Sie kommen aus Ländern, deren Staatsmacht nicht für Ruhe, Ordnung und Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger sorgen. Und wir, die im Überfluss leben gewähren diesen Menschen viel zuwenig Lebens- und Gastrecht. Das ist keine Haltung, die die Menschenwürde achtet!