Keune Jaqueline 120Hungerbühler Monika 120Aus Protest gegen die „Gleichsetzung von Abtreibung mit Auftragsmord“ durch Franziskus sind Mitte November sechs profilierte Schweizer Frauen aus der katholischen Kirche ausgetreten, berichtet die Zeitschrift „Der Bund“.

Das haben nun die zwei Schweizer Theologinnen, Monika Hungerbühler und Jaqueline Keue, zum Anlass genommen um deutlich und klar aber auch mit Feingefühl nochmals auf dieses Unrecht und diese Diskriminierung hinzuweisen, berichtet kath.ch. In Ihrer öffentlichen Erklärung treten sie "Für eine Kirche umfassender Gleichwertigkeit" ein. Darin zählen sie einen Teil der Differenzen auf und beklagen die Blindheit der Verantwortlichen in der Kirche, die der Gesellschaft Gleichheit zu rufen und dabei die Ungleichheit im eigenen Haus nicht sehen (wollen). Ganzen Text

Sie beklagen die Beteiligung an einer „Ordnung“ die „Weiße, Reiche, Heterosexuelle und Männer bis heute als die wertvolleren Menschen erachtet als Farbige, Arme, LGBT und Frauen“ schreiben sie in ihrer Erklärung. Diese Erklärung wird von mehr als 300 Schweizerinnen und Schweizer Theolog*innen und einigen aus Deutschland und Österreich unterstützt.

Ziel dieser Erklärung ist eine Umkehr, damit die Kirche „auf jede Herabsetzung von Frauen, von Menschen, endlich aus all ihrem Denken, Glauben, Reden, Schreiben und Tun“ zu verzichten. Sie wollen eine Kirche, die in „Lehre und Strukturen zu einem Mehr an Freiheit und Leben“ beiträgt.

Sie verlangen diese Umkehr nicht nur von anderen, sondern auch von sich selbst. Dazu schreiben sie, Gerechtigkeit wird nur wahr, „wenn wir sie als Aufgabe von uns allen begreifen und ihr an unseren je eigenen Orten und mit unseren je eigenen Möglichkeiten ans Licht verhelfen.“ Zum Abschluss stellen sie fest: „Der Preis der Freiheit ist die Verantwortung.“ Solidarische Freiheit wurzelt in Gerechtigkeit und ist der letzte Sinn allen Handelns, auch allen kirchlichen Handelns.