Auferst Jesus, Dom zu Mainz 120Das Netzwerk: zeitgemäß glauben wünscht allen ein freudiges Osterfest, mit Begegnungen die spüren lassen: Jesus lebt!

Er ist nicht im Tod belassen worden, sondern er lebt mitten unter uns!

Nachstehend teilen wir zwei Texte von denen, die uns zugeschickt wurden.

Mit ausgebreiteten Armen

Der, von dem ich erzählen will,
wurde geboren in Armut und starb,
noch jung, mit ausgebreiteten Armen
am Kreuz einen schrecklichen Tod.

Warum, worin bestand seine Schuld?
Oder anders gefragt: wem war er im Weg?
Er raubte kein Geld, kein Land, stürzte
keinen vom Thron, zog nicht in den
Krieg, schrieb nicht einmal Bücher.

Der Ort, wo er aufwuchs wie andere auch,
war ohne Bedeutung: ein Nest in den Bergen
am Rande des riesigen römischen Reiches.
Er lernte ein Handwerk, zimmerte Möbel,
bis er die Werkstatt verließ und sein Dorf
und umherzog im Land, das Wort auszusäen.

Er sah, wie man weiß, weder Rom noch Athen.
Aber er sah seinen Vater im Himmel und
sah auf der Erde die Menschen im Dunkel
und lehrte sie sehn mit anderen Augen.
Er heilte die Kranken, rief Tote ins Leben.
So zog er umher und warb um die Herzen
und sprach von der Liebe, dem
Königreich Gottes.

Er starb, wie er lebte,
und lebt, wie er starb:
mit ausgebreiteten Armen.

Aus: Lothar Zanetti, Leben liegt in der Luft. Worte der Hoffnung. Matthias-Gründewald Verlag, Ostfildern 2007.

 

Auferstehung

Heute sollst du auferstehen aus der Erde Klüften,
heute auferstanden gehen über Grab und Grüften!

Siehe zweifelnd nicht zurück, Mensch, mit Sorg und Frage!
Aufersteh und vorwärts blick heut an diesem Tage!

Wäre Christus, tausendmal aus dem Grab erstanden,
nicht in dir, du bliebst mit Qual doch in Todesbanden.

Heute will aus deiner Haft Gott, dein Herr dich heben!
In der Auferstehung Kraft fange an zu leben!

Lebe! Geh an Christi Hand! Aufersteh vom Staube!
Jeder seh, daß Christ erstand, Mensch, an dir – und glaube!

(Arno Pötzsch, 1900-1956)