Bischof Johann Weber Foto WIKIMEDIA 20090927 120Am Freitag, 23. Mai 2020 ist der em. Bischof Johann Weber der Diözese Graz -Seckau zum Vater heimgegangen. I

Dank und Anerkennung spreche ich persönlich und im Namen des netzwerks: zeiggemäß glauben aus. Aus den wenigen Begegnungen, die ich mit ihm hatte, kann ich sagen, dass mit ihm ein großartiger und herzlicher   Mensch heimgegngen ist. Er war einer, der auf die Menschen zugegangen ist, ganz gleich woher sie kanem, was sie dachten oder wollten, der Dialog mit den Menschen war ihm wichtig. Darin kommt seine unbedingste Achtungvor den Menschen zum Ausdruck. Er war als Kaplan in Kapfenberg, als KAJ_Seelsorger als Pfarrer in Graz oser als  Bischof- obwohl er selbst nicht am Konzil teilgenommen hatte-, der  Erneuerung der Kirche im Geiste des letzten großen Konzils verpflichtet. Er war ein Gesprächspartner der immer mit seinem Gegenüber mitfühlen konnte. Das zeichnete ihn aus,und war auch das Geheimnis, wieso er Konflikte gut überbrücken konnte. Das ist im bei seinem Amtsantritt zwischen den Pristern seiner Diözese gut gelungen. Das ist ihm als Vorsitzender der Österreichischen Bishofskonferenz in der Causa Groer gut gelungen, das ist ihm beim Kirchen-Volkisbegehren gut gelungen und auch beim Dialog für Österreich. Mit seiner Herzlichkeit und seiner Achtung der Gesprächspartner fand er immer offene Türen und konnte eienen Dialog beginnen.

Weber hatte es aber nicht leicht, weil ihm von Rom große Steine und Hindernisse im Form von Weisungen in seinen Weg gelegt wurden. So hat Joseph Ratzinger als Glaubenpräfekt ihm den Dialog mit den Vertretern des Kirchen-Volksbegehrens verboten, die diözesanen Dialoge, wie er einenin der Steiermarks absolvierte hatte Ratzinger abgedreht, Bischof Iby musste deshalb sogar seine Aufgabe frühzeitig im Burgenland beenden. In der Bischofskonferenz bildete WEber mit Helmut Krätzl, Maximilian Aichernund und Reinhold Stecher einen guten Kern, der die Erneuerung der Kirche voranbringen wollte. Dass der Dialog für Österreich keine Ergebnisse zeitigte ist nicht die Schuld Weberns sondern geht ebenfalls aufs Konto von Joseph Ratzinger. Webers Art brachte ihm zurecht auch den Ehrentitel "Bischof der Herzen" ein. Sein Wirken als Bischof wurde als das Wirken eines Pfarrers für die Steiermark lächerlich zu machen versucht, jedoch vergelblich. Die Menschen spürten, dass er es ehrlich mit ihnen meinte und machten daraus den Ehrentitel "Bischof der Herzen"., weil er für alle Menschen da war. Weber war auch der rHerz-Bischof lieber als ein Erz-bischof.

Kathpersess berichtet:

2019 06 Krätzl Helmut 150Wien, 25.05.2020 (KAP) Der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl hat den am 23. Mai verstorbenen Grazer Altbischof Johann Weber für dessen Bemühungen um eine Erneuerung der katholischen Kirche gewürdigt. Krätzl hob am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress vor allem das Engagement Webers für den "Dialog für Österreich" hervor. Bischof Weber habe als Mentor und Motor für diesen Dialogprozess zwei vorzügliche Begabungen mitgebracht, so Krätzl: "Er konnte über alle Gräben hinweg Harmonie schaffen und gegen den weit verbreiteten Frust gute Stimmung machen."

Weber war von Mai 1995 bis Juni 1998 Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Er trat dieses Amt nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen Kardinal Hans Hermann Groer (1919-2003) an. Als Antwort auf das 1995 von über 500.000 Personen unterzeichnete "Kirchenvolks-Begehren" setzte sich Bischof Weber für einen breit angelegten "Dialog für Österreich" ein, der 1997/98 stattfand. Höhepunkt war eine Delegiertenversammlung im Oktober 1998 in Salzburg.

Zum damaligen Zeitpunkt war eigentlich schon Kardinal Christoph Schönborn Vorsitzender der Bischofskonferenz und hätte auch den Vorsitz bei der Versammlung führen sollen. Er war jedoch kurzfristig erkrankt. So fiel Bischof Weber diese Aufgabe zu, erinnerte Krätzl. Schon in seinem Eröffnungsreferat sei es Weber gelungen, "eine überraschend gute Stimmung zu erzeugen". Und bei der Tagung selbst habe ebenfalls ein unerwartet gutes Gesprächsklima geherrscht, so Krätzl.

Die rund 300 Teilnehmer befassten sich in zwölf Dialoggruppen mit Schwerpuntkthemen und erarbeiteten Stellungnahmen zu theologisch-kirchlichen und gesellschaftspolitischen Themen. Die Mehrheit der Delegierten sprach sich etwa für die Einführung des Frauendiakonats oder die Priesterweihe von bewährten verheirateten Männern aus, weitergehende Vorstellungen wie die Zulassung von Frauen zur Priesterweihe wurden aber zurückgewiesen.

Bischof Weber habe in seiner Predigt beim Gottesdienst zum Abschluss der Versammlung eindringlich zur Weiterarbeit aufgerufen, betonte Weihbischof Krätzl. Das sei leider zu einem Gutteil unterlassen worden. "Die Weiterarbeit war schlecht", so Krätzl.

Wie sehr es Weber freilich um die Erneuerung der Kirche gegangen sei, habe der Grazer Bischof zehn Jahre nach der Delegiertenversammlung in einem Kirchenzeitungsinterview nochmals betont. So sei es ihm darum gegangen, "die Wirklichkeit des Glaubens in unserem Land anzuschauen, nicht wegreden, nicht wegfeiern zu wollen". Zugleich sei auch spürbar gewesen, dass die Liebe zur Kirche "auch im Zorn, in überstürzender Fantasie aufblühen kann, wehmütig und hoffnungsvoll zugleich". In Salzburg sei aber auch deutlich geworden: "Kirche ist mehr als Bischöfe und Experten. Da sind die vielen Frauen und Männer, jung und alt, vor allem auch zu ebener Erde, mit ihrer Freude und Trauen", zitierte Krätzl Bischof Weber.

 
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