Hph Stauber schwarz 150ikirche inm 2. Buch Moses, Exudus wird im Kap. 24 die Verkündigung der 10 Gebote berichtet. Trotz Kirchenrechts und sonstiger Sonderdstellungen des Klerus gelten sie für alle Christen und Christinnen in gleicher Weise. Das 8. Gebot lautet: „Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen“.

Im Rahmen ihrer letzten Sommervollversammlung, bei der auch der neue Vorsitzende gewählt wurde, haben die Bischöfe beschlossen einen Relaunch der Katholischen Sozialakademie (ksoe) vornehmen zu lassen, sie soll inhaltlich und strukturell neu aufgestellt werden. Relaunch bedeutet einen neunen gestärkten Auftritt vornehmen zu lassen. Skeptisch lässt Beobachter die Begleitmusik werden. Es sollen nämlich die Mitarbeiter, die teilweise bereits Jahrzehnte hervorragende Arbeit leisten ausgetauscht werden. Als Begründung wird in der Öffentlichkeit einzig fehlende Finanzmittel genannt. Und das kann nicht stimmen. Hier sollten sich die Bischöfe nochmals das Buch Exudus durchlesen und vielleicht auch den Katechismus der Katholischen Kirche zu Rate ziehen, was unter dem 8. Gebot alles verstanden wird. Dazu zählt auch, den Ruf anderer nicht zu schädigen, was leider in der Kirche allzu oft passiert und die Bischöfe mit der Katholischen Sozialakademie aber machen. Es fehlte jedes Wort des Dankes an die Mitarbeiter, die nun hoffentlich von den Bischöfen in ihrer nicht immer leichten Arbeit gestärkt werden. Immer hin ist die ksoe ein Beratungsorgan der österreichischen Bischofskonferenz.

Die ksoe - Katholische Sozialakademie Österreichs - ist eine Akademie für Bildung und Beratung. Sie hat zum Ziel, Menschen und Organisationen zu unterstützen, die den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten. Und die Erforschung und Verbreitung der katholischen Soziallehre sowie die Förderung ihrer Anwendung, um dem Gemeinwohl auf geistigem,kulturellem und sozialethischem Gebiet zu dienen, wie es im Statut zu lesen ist.

Im §2 des 2020 beschlossenen Statuts steht auch “Die Tätigkeit der KSÖ ist nicht auf einen von vomeherein beschränkten Personen­kreis abgestellt, sondern jedermann zugänglich.“

Dass fehlende Finanzmittel der entscheidende Grund für den Relaunch sind kann schon deshalb nicht stimmern, weil gleichzeitig mit dem Beschluss, der so müsste man annehmen eine Sparmaßnahme ist, ein zweiter zusätzlicher Leiter eingesetzt wurde. Der natürlich Mehrausgaben verursachen wird. Zusätzlich wird anzunehmen sein, dass es sich dabei nicht um den kleinsten Gehalt handeln wird. Der zusätzliche Leiter wurde als Vollstrecker der Ergebnise aufgenommen. Der soll also als Vollzugsorgan „Henker“ die Mannschaft austauschen. Wie mit diesen Mehrausgaben die finanzielle Lücke geschlossen werden kann, ist zumindest vorerst nicht zu erkennen.

Die Ksoe hat ein hervorragendes Angebot von Seminaren, Beratungen in Unternehmungen und öffentlichen Veranstaltungen. Dieses zu kürzen wird zwar Kosteneinsparen aber gleichzeitig die Wirksamkeit deutlich beschränken. Bekannt ist der ehemalige Dreimonatskurs, in dem zahlreiche heute gesellschfatlich als Bürgermeister oder bei Sozialpartnern tätigen Christinnen und Christen in gesellschaftlichen Fragen und in Methoden zur Bewältigung sozialer Fragen ausgebildet wurden. ER war ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der Demokratie in Österreich.

Daraus ist auch ersichtlich, dass ein großer Teil der Kosten die ksoe selbst erwirtschaftet. Sie liegt also gar nicht der Kirche schwer auf der Tasche. Auch hier sollten die Bischöfe nochmals nachschauen, ob das alles stimmt, was ihnen erzählt wurde. Etwa 10 % des Budgents kann die Ksoe nicht selbst aufbringen. Das ist eine Größenordnung, die wohl nicht zum Ruin der Katholischen Kirche führen wird.

Zur Vorbereitung dieses Beschlusses, haben die Bischöfe niemanden aus der ksoe gehört. Die Betroffenen wurden wieder einmal kalt übergangen. Und die Inhalte waren offensichtlich falsch und tendenziös.

Die ksoe hat immer auch den Dialog mit allen Parteien gesucht und gepflegt. Und sie hat gesellschaftliche Impulse ins Gespräch gebracht. Ein läuchtendes Beispiele war das „Grundeinkommen ohne Arbeit“, welches die Würde jedes einzelnen Menschen stärken und Abgleiten in die Armut verhindern kann. Liselotte Wohlganannt und der P. Jesuit Herwig Büchele SJ haben in Ihrem 1985 gleichlautenden Buch auch eine finanzeilelle Abschätzung vorgenommen, die keine Mehrkosten ergeben hatte. Also eine seriöse Arbeit. Trotzdem wurde sie als links kritisiert, als ob das schon eine Aussage zur Qualität des Vorschlags gewesen wäre. Der Vorwurf zu links zu sein geistert immer wieder herum. Deshalb ist anzunehmen, nicht fehlendes Geld war ausschlaggebend sondern das vorhandene Vorurteil, die ktatholische Sozialakademie wäre eine politisch linke Vorfeld Organisation. Und dieses Vorurteils wollen sich die Bischöfe entledigen.

Die Bischöfe sind schlechte Manager

Sie haben sich nicht nur mangelhaft vorbereitet und stürzen die Mitarbeiterinnen bedenkenlos in Angst und Schrecken. Wer in der Wirtschaft solche Prozesse schon miterlebt oder selbst mitgetragen oder gar gesteuert hat weiß, so sollte man es nicht machen. Unwahre Presseberichte machen es nicht besser, sondern vergrößern die Vorbehalte.
Fehlende Management-kompetenz zeigen die Bischöfe ja auch bei der Zusammenlegung von Pfarreien, die bestehende Strutkturen zerstören ohne vergleichbares, stärkend an deren Stelle treten zu lassen. Nur der Vergleich mit dem Einkauf im Supermarkt gleicht diese Mängel nicht aus.
Bei Personalenstcheidungen werden ähnliche Mängel sichtbar.

Links oder rechts??? Jesus war ein Linker!!!

Das politische Schlagwort von Links oder rechts hatte nie besondere Aussagekraft. Es ist jedenfalls kein Beurteilungskriterium sondern lediglich eine Punzierung zur eigenen Orientierung in der Vielfalt politischer Interessen und Parteien. Wer für die Interessen der Besitzlosen, Rechtlosen eintritt wird schnell als Linker qualifiziert. Mitbestimmung, Menschenrechte einzufordern erst recht. Jesus war so einer, der für die Armen, Ausgestoßenen eingetreten ist, auch über tradierte,gesellschaftliche Normen hinweg. Heute würde er zweifellos als Linker, Revolutionär gelten. Wer Mitbestimmung unterdrückt, den Gewinn und das Eigentum an Produktiondmittel über alles stellt, dabei Umweltzerstörung in Kauf nimmt, gilt als Rechter. Ein Blick ins Neue Testament, etwa die Gütergemeinschaft der ersten Gemeinden oder der Einsatz von Erwin Kräutler für die indigene Bevölkerung in Amazonien, Franziskus mit seinem Einsatz für Flüchtlinge, die Sozialenzykliken des theologisch erzkonservativen Johannes Paul II. sind eindeutig heute als links zu bezeichnen. Daraus muss geschlossen werden, der Platz von Christinnen und Christen ist an der Seite armer Menschen und im Einsatz für deren Rechte eindeutig links.

Was kann getan werden??? Solidarität, Solidarität!!!!!!!

Der Prozess ist offensichtlich angelaufen. Stoppen können ihn ausschließlich die Bischöfe. Dazu gibt es eine bischöfliche Lenkungsgruppe. Ihr gehörender Refaratsbischof der ksoe Bischof Werner Freistetter, der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler und der neue Kärntner Bischof Josef Marketz an. Ich bitte Sie, liebe Leserin, lieber Leser schreiben Sie diesen Bischöfen. Sie mögen die Ksö nicht zerstören, sondern wirklich stärken. Eines dabei wäre, sie ungestört arbeiten zu lassen in ihrer Erforschung der Katholischen Soziallehre.

Das WirkenJesu und die Katholische Soziallehre, insbesondere von Joahnnes Paul II. sind aus heutigem politiuschen Links-rechts Spiel als links zu bewerten. Ja, wer für demokrtische Strutkturen und Mitbetsimmung, die Würde der Menschen, eine faire Entlohnung und gesundheitlich einwandfreie Arbeitsbedingungen eintritt wird heute als links bezeichnet. Nur wer autokratisch, diktatorisch, kapitalistisch einseitig auf Gewinn zielt, ausbeutet und rücksichtslos die Umwelt mit zerstört wird als rechts beurteilt. In diesem Vergeich müssen alle Christinnen und Christen links an der Seite der armen augebeuteten Menschen stehen. Jede andere Positionierung widerspricht der Botschaft Jesu.

Äquidistanz zu allen Parteien

Und noch etwas sollten die Bischöfe beachten. Sich nicht billig in die Abhängigkeit der Mächtigen treiben lassen. Die Verbindung zwischen Thron und Altar war schon unter Kaiserszeiten nicht glücklich und erst recht nicht in der Zwischenkriegszeit. Die Kirche braucht diese Äquidistanz um als Mahnerin zum Wohl der Menschen glaubwürdig auftreten zu können. Wer die Ausagen der Katholischen Sozialakademie als zu links qualifiziert sollte zuerst einmal die Bibel und das Wirken Jesu studieren und die Sozialenzykliken von Johannes Paul II lesen. Danach fallen alle Zweifel. Bei den Texten von Johannes Paul II. würde der berühmte Karl M. Noch blaß werden.

Hans Peter Hurka

Kasten:

Das Netzwerk: zeitgemäß glauben ladet ein.
Donnerstag, 20. August 2020, 19 Uhr
Ort: Pfarre St. Gertrud Wien/Währing
1180 Wien, Maynollogass 3
Thema: evagnelii gaudium
In einem zweiten Teil wollen wir miteinander nochmals die Enzyklika von Franziskus studieren und unsre Schlüsse daraus ziehen.
Dr. Heinrich Bica, wird wieder einen Impulsvortrag vorbereiten, der und einlaen wird über Details zu diskutieren.

 
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