Koertner 120Über die ethischen Probleme am Lebensende sprach Dr. Ulrich Körtner am 17. Mai 2015 vor dem Lainzer Kreis zum Thema: "Recht auf Leben. Recht auf Sterben." Das Netzwerk: zeitgemäß glauben hat den Vortrag dokumentiert und bietet ihn hier nachstehend in voller Länge an.

Heller Birgit 100"Menschenwürde in interreligiöser Perspektive" war das Thema des Vortrags von Frau Univ. Prof. Dr. Birgit Heller beim Treffpunkt Religionen der KPH Wien/Krems, am 6. Mai 2015 im Haus der Musik. Neben Musikdarbietungen aus jüdischer, orthodoxer und islamischer Tradition war der Höhepunkt des Abends der Vortrag der Religionswissenschafterin. Das Netzwerk: zeitgemäß glauben hat ihn hier dokumentiert.

 

krutler erw kl"Leben am Rad der Gesellschaft" war das Thema, worüber Erwin Kräutler am 5. Mai 2015 in der Wiener Konzilsgedächtnis Kirche berichtete. Mehr als 400 Menschen waren gekommen, um dem 75-jährigen gebürtigen Vorarlberger Bischof am Xingu im Nord-Osten Brasiliens zuzuhören. Er berichtete u.a. darüber, dass die Menschen durch den Staudamm ihre Lebensgrundlage verlieren. Was ihnen dafür als Ersatz für ihre lebenssichernde Umwelt geboten wird, sind kleine, ungewohnte Wohnungen in Hochhäusern. Sie sollen den Platz nahe am Wasser mit Fischereimöglichkeiten und zwar armer aber für Großfamilien passenden Wohnflächen ersetzen. Zugleich fehlt es in der medizinischen Versorgung an allen Ecken und Enden. Es gibt viel zu wenige Spitalsbetten, so dass Menschen im Spital tlw. am Boden liegen. Dafür, so Kräutler, leistet sich Brasilien eine Fußballweltmeisterschaft und Olympische Spiele, die Millionen verschlingen und Bauten erreichtet werden, die nie wieder in dieser Größe benötigt werden. Den ganzen Vortrag können Sie hier hören.

20150429 071 Verleihung Concordia Preise ZINNER FVZ8542 20020150429 071 Verleihung Concordia Preise ZINNER FVZ8542 201Vergangenen Mittwoch wurde Hubert Feichtlbauer für sein Lebenswerk vom Presseclub CONCORDIA ausgezeichnet. Die Laudatio zu seiner Ehrung hielt der Herausgeber der FURCHE, Heinz Nussbaumer. Er hob vor allem Feichtlbauers Haltung zu Tolleranz und Meinungsvielfalt, seine christlichen Grundwerte sowie seine profunde Bildung, seine Internationalität und Bescheidenheit hervor. Die Laudatio ist nachstehend zu lesen. In seiner Dankesrede trat Feichtlbauer energisch für Weite im Denken, Toleranz gegenüber anderen Menschen, Meinungen oder Religionen ein und meinte, "man könne auch ein anständiger Mensch sein, wenn man nicht 'charlie' ist".

Wie Feichtlbauer wurde ebenfalls für ihr Lebenswerk Freda Meissner-Blau geehrte. Bei beiden Ehrungen gab es standing ovations von den rund 250 Gästen, die der Preisverleihung im Plenarsaal des Parlaments beiwohnten. Anlass der Preisverleihung war die Preisverleihung der Concordia-Preise 2014 für Bernt Koschuh und Rubina Möhring.

priesterNunmehr ist es amtlich: Die Zahl der Priester sinkt weltweit. Immer weniger junge Männer wollen katholische Priester werden, meldet kathpress. War es doch bis vor kurzem so, dass die Kirchenleitung auf Klagen die Zahl der Priester gehe zurück antwortete, ja bei uns schon aber weltweit ist es doch ganz anders. Nunmehr weist auch die vatikanische Statistik nach, dass die Zahl der Kandidaten für den priesterlichen Dienst weltweit um zwei Prozent zurück gegangen ist. In Lateinamerika sind nicht wenige Länder, in denen die Zahlen um mehr als 11 % zurück gegangen sind. In Österreich sind es 10,9 %, ja sogar in Polen, dem bisher scheinbar unerschöpflichen Land der Priester nimmt die Zahl an Priesterkandidaten um zehn Prozent ab.

Hier wird das Gebet wohl nicht mehr reichen. Es wird inhaltlicher Reformen bedürfen und strukturelle Maßnamen benötigen, um die Kirche ins dritte Jahrtausend führen zu können.

Bica H 120Das Netzwerk: zeitgemäß glauben will mit Interessierten an der Ökumene in einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch treten. Informationen über Veranstaltungen austauschen, den Dialog mit Schwesterkirchen und den jeweiligen Verantwortlichen fördern. Das Netzwerk bietet an, die Bildung von Ökumenekreisen beziehungsweise die Vernetzung dieser mit bereits bestehenden Gruppen zu unterstützen.

Derzeit gibt es zur Ökumene noch keine Strukturen. Deshalb beginnt das Netzwerk: zeitgemäß glauben zunächst mit dem Meinungsaustausch über das Internet. Kontaktperson ist: Dr. Heinrich Bica.

feichtlbauer hubert1 klHubert Feichtlbauer wird für sein Lebenswerk mit dem Concordia Publizistikpreis 2014 geehrt. Mit ihm erhält auch Freda Meissner-Blau für ihr Lebenswerk diese Auszeichnung. Die feierliche Preisverleihung findet am 29. April 2015 im Parlament statt.

Anlass zu diesem Festakt ist die Auszeichnung der CONCORDIA-PREISTRÄGER 2014: Bernt Koschuh und Rubina Möhring.

bezak robert klZvolensky Stanislav 120Nach fast drei Jahren nimmt erstmals ein slowakischer Bischof zur Causa Robert Bezák öffentlich Stellung. In einem Interview erklärt der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, Stanislav Zvolensky, im Internetportal webnoviny.sk, er sein von der Audienz Bezáks bei Franziskus "überrascht". Als slowakischer Bischof sei es für ihn aber "nicht angebracht" gewesen, in Rom für Bezák zu intervenieren, berichtet kathpress.

Robert Bezák wurde ohne Angabe von Gründen und ohne der Möglichkeit zu - vermutlich - erhobenen Vorwürfen in einem fairen Verfahren Stellung zu beziehen, am 1. Juli 2012 von Bendekt XVI. von seinem Amt als Erzbischof von Trnava abberufen. Damals hat die Slowakiseche Bischofskonferenz von einer notwendigen "Reinigung" gesprochen. Wer in der Kirche auf faire Verfahren oder gar auf Solidarität wartet, wartet lange und muss viel aushalten. Mehr zur Vorgeschichte hier.

Schmolly Walter 120Der Feldkircher Pastoralamtsleiter Walter Schmolly berichtet beim Medienstudientag zu Kirche und Familie in Wien über Resonanz auf die 46 Fragen aus Rom. Kathpress berichtete darüber. Schmolly fasste die Aussagen österreichischer Katholikinnen und Katholiken zusammen: Die Kirchliche Lehre soll über Themen wie wiederverheiratete Geschiedene und Sexualmoral "ergebnisoffen" diskutieren.

Seich Chef, der Vorarlberger Bischof Benno Elbs, wird im Oktober 2015 die Stimme der österreichische Bischofskonferenz in Rom sein. Deshalb fasste der Vorarlberger Theologe die österreichweit erhonen Eingaben zusammen. Auch das Netzwerk: zeitgemäß glauben hat eine Eingabe den Bischöfen übermittelt.