reisenbichler ign klhurka in zilena klMüller Re 120Zum Abschluss der Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan hat das Netzwerk: zeitgemäß glauben nachstehende Erklärung abgegeben:

Zur Bewältigung der Krise braucht es mehr

Das Netzwerk: zeitgemäß glauben sieht die Ergebnisse der am Sonntag zu Ende gegangenen Anti-Missbrauchs-Konferenz im Vatikan als wichtig und gut an, sie sind aber zu wenig weitreichend. Einheitliche Standards zur Vorgangsweise nach der Tat und eine Taskforce sind zu begrüßen. Nur die Problemursachen sind damit nicht gelöst!

2019 02 08 snapshotSchönborn&Wagner 150Wagner Doris 1 150Wenige Tage vor der vom 21. bis 24. Februar 2019 in Rom stattfindenden „Missbrauchskonferenz“ sprach Kardinal Christoph Schönborn mit der ehemaligen Nonne Doris Wagner im Bayrischen Rundfunk.

Bereits 2014 hat Doris Wagner ihr Buch „Nicht mehr ich - Die wahre Geschichte einer jungen Ordensfrau“ erstmals veröffentlicht. Im Oktober 2018 berichtete DIE ZEIT Nr. 40/2018 ausführlich über die Erfahrungen der ehemaligen Ordensfrau und heutigen Theologin und Philosophin.

Bei der Pressekonferenz von Franziskus auf seinem Rückflug von Abu Dhabi nach Rom räumte das Kirchenoberhaupt ein, von sexuellem Missbrauch von Nonnen in der römisch-katholischen Kirche zu wissen. "Ich weiß, dass Priester und auch Bischöfe das getan haben. Und ich glaube, es wird immer noch getan", sagte der Bischof von Rom.

Geerlings Dieter 120Das Deutsche Internetportal katholisch.de berichtet über ein Interview mit dem emeritierten Weihbischof des Bistums Münster, Dieter Geerlings. Darin schlägt dieser vor, Frauen ins Domkapitel zu berufen und Homosexuelle anzunehmen sowie eine demütigere Kirche.

Einerseit hat wiedereinmal ein aus dem Amt getretener eine gute Idee andererseits ist dies besser als solche Vorschläge gar nicht auszusprechen. Es ist jedenfalls ein Zeichen für eine offenere Sichtweise auchin den Oberstuben der Kirche.

Waldstein Ernst 150Mit 94 Jahren ist Ernst Waldstein-Wartenberg am Ende seines irdischen Lebensweges angekommen. Vergangenen Montag – so meldete seine Familie – ist der Ehrenpräsident und unermüdliche Motor des „Bauplatz Kirche Österreich“ im Katholischen Laienrat heimgegangen.

Waldstein war eine stets ausgleichende aber auch steuernde Kraft im Spannungsfeld divergierender Standpunkte – auch in der Kirche. Sein immer wiederkehrender Ausspruch, „die Geschichte verlaufe in Pendelbewegungen“ zeigte einerseits seine Gelassenheit und andererseits seinen Willen in der Entwicklung möglichst alle Kräfte an Bord zu halten. Er war ein Wegweiser für Entwicklung ohne das Miteinander aufzugeben. Dafür sei ihm gedankt!

Ein Trauergottesdienst findet am 31. Jänner 2019, 18 Uhr, im Wiener Stephansdom statt.

logo CARITASDie CARITAS bedankte sich bei den vielen Begleiterinnenund Begleitern von nach Österreich geflüchteten Menschen mit einem interessanten Abend. Rund 100 Frauen und Männer sind gekommen und haben miteinander Erfahrungen und Pläne miteinander ausgetauscht.

Hier gezeigte Interviews.

Pawlowsky 2018 07 03 120 In der Causa Alois Schwarz konstatiert die "Laieninitiative" weiterhin das Prinzip: "Vertuschung und Versetzung". Darauf und auf die jahrelange Forderung nach Mitbestimmung der Gläubigen in der Diözese bei den Bischofsernennungen, hat der Stellvertretende Vorsitzende Peter Pawalowsky hingewiesen.

Die Forderung nach Mitbestimmung wurde in der jüngeren Vergangenheit bei der Ernennung Kurt Krenns zum Weihbischof in Wien (1987) wieder aktuell. Damals hat das "Forum Kirche ist Gemeinschaft" in Wien dieses Prinzip in Erinnerung gerufen und ein "Diözesankonklave" als Lösung vorgestellt. Der konkrtete Vorschlag beruhte auf dem Prinzip aus dem ersten Jahrtausend der Kirchengeschichte: ‚Quod omnes tangit ab omnibus tractari debet – Was alle angeht, muss von allen besprochen werden‘.“ Die Herausforderungen der Zeit, daraus abgeleitet ein Anforderungsprofil und einen Dreiervorschlag sollte ein Diözesankonklave erarbeiten. Eine Zusammenfassung!

Schaffelhofer Schwarz Guggenberger 150Heute morgen veröffentlicht die Kleine Zeitung nachstehenden offenen Brief der ehemaligen KAÖ-Präsidentin an den vormaligen Bischof der Diözese Gurk/Klagenfurt und heutigen Bischof in St. Pölten. Darin fordert sie ihren Studienkollegen auf, für sich, die Öffentlichkeit und die Kirche endlich Klarheit zu schaffen. Bis dahin möge sich Alois Schwarz aus seinen Funktionen zurückziehen.

Der Offene Brief ist ein Dokument der Freundschaft und der Loyalität, der Person und der Kirche gegenüber.

Brot brechen 1 120Das Netzwerk; zeitgemäß glauben wünscht allen ein gutes Jahr 2019!

Freude und Erfüllung für 2019

Lasst uns im kommenden Jahr Brot füreinander sein!
Lasst uns dafür einsetzen, damit alle Menschen Nahrung, Heimat und Sicherheit haben!
Lasst uns mit allen Menschen teilen, egal woher sie kommen und welcher Religion sie angehören!

Sobrino Jon 150Jon Sobrino, einer der bekanntesten Befreiungstheologen Lateinamerikas, feierte am27. Dezember 2018 seinen 80. Geburtstag. Das Netzwerk: zeitgemäß glauben gatuliert herzlich!

Der Jesuit und Ordensbruder von Papst Franziskus lebt und arbeitet seit vielen Jahrzehnten in San Salvador, wo er die Jesuitenuniversität UCA mitbegründete. Unter anderem war er Berater des 1980 ermordeten und inzwischen heiliggesprochenen Erzbischofs Oscar Romero.

Ähnlich wie Romero ist auch Jon Sobrino inzwischen von Papst Franziskus rehabilitiert worden.

Das Institut für Theologie und Politik in Münster hat das Lebenswerk des Jubilars gewürdigt. Seine Predigt, die er anlässlich des 50. Jahrestages des Katakombenpaktes 2015 in den Domitilla-Katakomben gehalten hat, wurde hier ebenfalls dokumentiert.