Keune Jaqueline 120Hungerbühler Monika 120Aus Protest gegen die „Gleichsetzung von Abtreibung mit Auftragsmord“ durch Franziskus sind Mitte November sechs profilierte Schweizer Frauen aus der katholischen Kirche ausgetreten, berichtet die Zeitschrift „Der Bund“.

Das haben nun die zwei Schweizer Theologinnen, Monika Hungerbühler und Jaqueline Keue, zum Anlass genommen um deutlich und klar aber auch mit Feingefühl nochmals auf dieses Unrecht und diese Diskriminierung hinzuweisen, berichtet kath.ch. In Ihrer öffentlichen Erklärung treten sie "Für eine Kirche umfassender Gleichwertigkeit" ein. Darin zählen sie einen Teil der Differenzen auf und beklagen die Blindheit der Verantwortlichen in der Kirche, die der Gesellschaft Gleichheit zu rufen und dabei die Ungleichheit im eigenen Haus nicht sehen (wollen). Ganzen Text

Mertes Klaus priv 120Der Deutsche Jesuit Klaus Mertes hat mit deutlichen Worten vor der Vollversammlung des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) am 23. November 2018 zum Thema: Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der Kirche gesprochen. Sie wurden u.a. von kreuz-und-quer.de dokumentiert.

Darin vertritt Mertes die Ansicht, dass ohne vielfältige Strukturveränderungen auch die schrecklichen Auswirkungen des sexualisierten Machtmissbrauchs nicht verhindert werden können. Er nennt die Fragen der Betroffenen herankommen lassen, partizipative Entscheidungsformen, Verzicht auf Verjährung oder unabhängige Opferschutzkommisionen nach Österreichischem Vorbild, Aufheben von Geheimarchiven und Akteneinsicht gewähren. Abschließend zitiert er den Deutschen Christlichen Sozialwissenschafter Gerhard Kruip und tritt wie dieser für die Beseitigung des Klerikalismus durch geeignete Änderungen im Kirchenrecht sowie männerbündischer Machtstrukturen durch die Aufhebung des Pflichtzölibats und für die Weihe von Frauen ein. Ebenso werde die Kirche ihre Sexualmoral revidieren müssen um die Tabuisierung der Homosexualität zu erreichen, sagt er abschließend. Dies alles nicht wegen der Kirche, sondern um der befreienden Botschaft des Reiches Gottes wegen.

Franziskus telefono 150Am 20. August 2018 hat Franziskus ein Schreiben „an das Volk Gottes“ veröffentlicht. Darin beklagt er, dass weltweit mindestens tausend Menschen, davon viele Minderjährige, in den letzten 70 Jahren „wegen sexuellem wie Macht- und Gewissensmissbrauch seitens einer beträchtlichen Zahl von Klerikern und Ordensleuten“ Leid und Schmerz erfahren haben. Wir haben darüber berichtet.

Darauf antwortet Anne Soupa, Präsidentin der CCBF Conférence catholique de baptisé-e-s francophone (CCBF Katholische Konferenz der Getauften Frankreichs), sehr konstruktiv und schlägt Franziskus ein „Konzil des Volkes Gottes“ vor. Die Petition fordert ein Konzil, an dem Frauen und Männer, Laien und Kleriker, paritätisch vertreten sind zur Überwindung des Klerikalismus als eine der Ursachen sexuellen Missbrauchs.

Dieses Anliegen unterstützt das Netzwerk: zeitgemäß glauben. Bitte tun SIE das auch!

Kirchschläger Walte 120Im Rahmen der Kirchenvolkskonferenz der Reformgruppen hat am 10. November 2018 der em. Neutestamentler in Luzern und renommierte Österreichische Bibelwissenschafter, Walter Kirchschläger, nahstehenden, bedeutsamen Vortrag gehalten.

Darin zeigt er die Grundlagen von Gemeinde im Neuen Testament, das unausweichliche Zentrum christlichen Glaubens, nämlich die "Leitperson Jesous Christos Kyrios", und wie dies das II. Vatikanische Konzil gesehen hat. Ebenso benennt er Pflichtverletzungen, die in den Jahren nach dem Konzil getätigt wurden. Zur Überwindung kritischer Situationen in den Gemeinden zeigt er mutig "Notstandsregelungen", die von Gemeinden auf der Basis des Neuen Testaments und unter Berücksichtigung gegenseitiger Achtung um möglichst niemanden vor den Kopf zu stoßen, praktiziert werden können, ja sogar müssen, wollen die Gemeinden den Weg Jesu in unserer Zeit gehen.

Schönborn Christoph 120"Kathpress" hat Kardinal Christoph Schönborn zum aktuellen Stand der Jugendsynode in Rom interviewt

Der als Mitglied des Synodenrates vom 3. bis 28. Oktober 21018 in Rom an der Jugendsynode teilnehmende Wiener Erzbischof zieht darin ein erstes Stimmungsresümee über die Jugendsynode. Inhaltlich bleibt er vage, vorsichtig und abwartend.

Lesen Sie nachstehend das Interview.

Drewermann Eugen Predigerkirche 2 150Boris Burkhardt berichtet im Katholischen Meddienzentrum kath.ch am 13 September 2018 über einen Vortrag von Prof. Eugen Drewermann in Basel. Der mit Redeverbot in allen katholischen Einrichtungen belegte Theologe und Psychotherapeut versteht es, wie kaum ein anderer, den Glauben konkret und damit lebendig zu machen.

Das Redeverbot kränkt Drewermann. Hier ist Solidarität angesagt, wie sie die römisch-katholische Kirche in Basel zeigte. Noch stärker trifft es aber die Kirche selbst, die sich um wertvolle Gedanken und Interpetationen beraubt.

Hurka Z 2012 09 30 120Der Skandal an sexuellen Übergriffen von Priestern und anderen Vertretern der katholischen Kirche erreicht nach der Missbrauchsstudie der Grand Jury in Pennsylvania, die im August Aufsehen erregte in Europa einen neuen Höhepunkt. Die Zeitschriften SPIEGEL ONLINE und DIE ZEIT ONLINE berichten heute über eine über alle Diözesen Deutschlands reichende Studie eines unabhängigen Forschungskonsortiums der Universitäten Mannheim, Heidelberg und Gießen.

Franziskus papst02 120Einem Aufstand der Gläubigen kommt es gleich, wenn Frauen und Männer sich lautstark in Gottesdiensten gegen die Prediger wenden, unabhängig ob der Washingtoner Kardinal Donald Wuerl oder ein Gemeindepfarrer im Bundesstaat Georgia spricht. Über solche Ereignisse in den USA berichtet das Internetportal katholisch.de unter Hinweis auf eine Bericht der Katholischen Nachrichtenagentur.

Die Geduld ist am Ende! Es braucht weitreichende Maßnahmen wie zum Beispiel:

  • Mitbestimmung aller Gläubigen in allen sie betreffenden Fragen.
  • Öffnung aller Dienste für geeignete Frauen und Männer, ohne disziplinärer Einschränkungen wie etwa einem Pflichtzölibat.
  • Transparente Entscheidungen, die mit einer Auskunftspflicht gegenüber allen Betroffenen nachvollziehbar sind.
  • Ende der öffentlich ausgetragenen Grabenkämpfe mit Unwahrheiten gegen Franziskus.

Alle Gläubigen, unabhängig ob Bischöfe oder einfache Kirchenmitglieder sind herausgefordert einmütig und solidarisch mit Franziskus endlich konkrete Schritte zu setzen und Solidarität mit den Opfern und Belasteten zu leben.

Franziskus presse120Ende 2017 haben wir Franziskus nachstehendes Schreiben geschickt und von Staatssekretariat Antwort erhalten:

Sehr geehrter Bischof von Rom, Lieber Franziskus!

Das Netzwerk: zeitgemäß glauben hat die angeschlossene Erklärung „Solidarität mit Franziskus“ öffentlich zur Unterstützung aufgelegt (www.zeitgemaess-glauben.at). Darin danken wir Ihnen für Ihr einfühlsames Wirken im Dienste der Menschen und der Natur. Gleichzeitig ersuchen wir die Bischöfe, Ihren Weg stärker als bisher zu unterstützen und verpflichten uns selbst, dem Leben Jesu konkret und hilfreich für die Menschen zu folgen.