paul vi kleinVor 50 Jahren wurde die Enzyklika „Humanae vitae“ veröffentlicht. Paul VI. ist damals in seinem Lehrschreiben „Über die rechte Ordnung der Weitergabe menschlichen Lebens“ der extremen Minderheitenmeinung in den Arbeitsgruppen gefolgt und hat sich der restriktiven Meinung der ehemaligen konservativen Moraltheologen und Kardinal von Krakau, Karol Józef Wojtyła, angeschlossen.

Diese seine Entscheidung hat keine Akzeptanz unter den Gläubigen gefunden. Mehr als 95 % lehnen ein Verbot der Empfängnisverhütung ab. Mehr als 35 Bischofskonferenzen haben damals mit eignen Erklärungen versucht, Auswege aufzuzeigen. In Österreich verwies die „Maria Troster Erklärung“ vom August 1968 auf die Bindung an das eigene Gewissen der Eheleute.

2018 07 03 Auszeichnung Pawlowsky Neuwirth 120Peter Pawlowsky ist "einer der führenden katholischen Intellektuellen der Konzilsgeneration" und gehört zum Urgestein der Kirchenreformer. Schon als junger Journalist übersetze er Texte des bekannten niederländischen Theologen und ehemaligen Jesuiten Huub Oosterhuis. So trug er dazu bei, dass die Reformideen des Niederländischen Katholizismus auch im deutschsprachigen Raum an Bekanntheit zunahmen. Als Religionsjournalist im ORF war er an der Entshehung mehrerer neuer und kritischer Formate beteiligt. In der Katholischen Aktion und bei den Reformgruppen in der römisch-kathoilischen Kirche war er immer wieder ein wichtiger Ideengeber und ein brückenbauender, ausgliechender Teamplayer.

Pawlowsky hat auch mehrere Bücher geschrieben. So zum Beispiel mit seiner Frau, der evangelischen Theologin Susanne Heine, 2008 das Buch: "Die christliche Matrix: Eine Entdeckungsreise in unsichtbare Welten". Das Netzwerk: zeitgemäß glauben gratulierte dem besonnenen und realistischen Wegbegleiter zu der Auszeichnung herzlich!

Ebenso herzlich gratuliert das Netzwerk: zeitgemäß glauben der Präsidentin der ktholischen Publizistinnen und Publizisten Gabriele Neuwirth zum Titel: Professor! In dieser Funktion wie auch als erfahrene Jornalistin und Lehrerin an der Katholischen Medienakademie ist sie stets um Qualität im Journalismus und ums Fortkommen der jungen Journalistinnen und Journalisten bemüht.

Zulehner  Paul M 120Unter der Überschrift "Miniaturen zu Angst und Vertrauen" veröffentlichte Paul M. Zulehner mögliche Hintergründe und Strategien, um in der Angst zu bestehen. Er bietet Möglichkeiten sich nicht in eine "Politik der Angst" zu verlieren, sondern in eine "Politik des Vertrauens" zu investieren. Bildung und Begegnungen bewegen. Wer glaubt, hat eine zusätzliche Kraft, aus der Dauerverbundenheit mit Gott.

Hurka MM gespiegelt 120kirche inNachstehender Artikel ist in der Juni Ausgabe von Kirche In erschienen. Er will aufzeigen, wie lange schon Frauen auch biblisch belegt verantwortungsvolle Dienste und Funktionen ausüben und ausgeübt haben und wurde vor der Bekräftigung des Nein der katholischen Kirche zur Priesterweihe für Frauen geschrieben. Der Leiter der Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Ladaria, betonte in seinem Beitrag für die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" das NEIN in dieser Frage, welches das Lehramt entschied. Schade, so wird wieder eine Chance vertan.

Reisenbichler Ignaz 20171229 120Der evangelische und katholische Theologe Ignaz Reisenbichler hat nachstehenden Vortrag "Spirituelle Holzwege" im Rahmen der Netzwerktreffen gehalten. In der Diskussion kamen viele persönliche Eindrücke und Vergleichspunkte bis hin zu "Geständnissen" zur Sprache.

Driessen Reding Franziska 120Erstmals hat der Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich eine Frau zu seiner Präsidentin gewählt. Mit Franziska Driessen-Reding steht zum ersten Mal in der Geschichte eine Frau an der Spitze einer Zürcher Landeskirche. Das Netzwerk: zeitgemäß glauben gratulierte.

Mitte April wurde die 48jährige bisherige Vize-Präsidentin und Migrantenseelsorgerin vom katholischen Kirchenparlament als Nachfolgerin des aus persönlichen Gründen zurückgetretenen 65jährigen Juristen Benno Schnüriger gewählt.

Franziskus papst02 150Jeder Mensch, in jedem Moment an seinem Platz und bei jeder Entscheidung oder Handlung ist zur Heiligkeit berufen, sagt Franziskus in seinem jüngsten Lehrschreiben "Gaudete et exsultate – Freut euch und jubelt". Gleich zu Beginn weist er darauf hin, dass Gott alles fordert und dafür „wahres Leben und Glück“ anbietet. Der Bischof von Rom sagt, die „Vollkommenheit der Menschen wird an ihrer Nächstenliebe gemessen.“ (37) Und ein Leben nach den Seligpreisungen (Mt 5) bezeichnet Franziskus als den „Personalausweis“ (63) der Christinnen und Christen.

Dieses Dokument hat der Generalvikar für die Diözese Rom, Angelo De Donatis, am 9. April 2018 mit einem Video mit Menschen und Szenen aus aller Welt vorgestellt.

Das Netzwerk: zeitgemäß glauben hat nachstehend einige Stellungnahmen zusammengestellt und Zitate ausgewählt.

Hallermann Heribert 150Die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) beschloss im Februar 2018 mit großer Mehrheit eine orientierende Handreichung für Ehepaare und Seelsorger mit der ein Weg hin zu einer "verantwortbaren Entscheidung über die Möglichkeit des Kommunionempfangs des nichtkatholischen Partners" im Einzelfall gefunden werden kann.

Mit der Frage, ob eine solche Entscheidung zulässig sei, haben sich ohne vorherige Absprche mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz sieben Bischöfe an den Vatikan gewendet. In Kopie erging das mittlerweile als "Brandbrief" bezeichnete Schreiben auch an den Vorsitzenden, dem Münchner Kardinal Reinhard Marx. Dieser bejahte sofort öffentlich diese Frage, weil sie auch von der Bischofskonferenz diskutiert wurde und eine solche Entscheidung sogar ein einzelner Bischof treffen könne.

Der em. Würzburger Kirchenrechtler Heribert Hallermann nimmt in der Sache dazu in katholisch.de öffentlich Stellung.

2018 03 22 P. Helm u. Christian Schicklgruber 150Während einst die Gewinnung neuer Kirchenmitglieder im Vordergrund stand, sei die wichtigste Motivation heute der Einsatz für geglücktes Leben. Es geht um "eine bessere Welt - theologisch ausgedrückt für das Reich Gottes". Dies stellte der Steyler Missionar Franz Helm in einem Gespräch mit dem Weltmuseum Wien-Direktor Christian Schicklgruber zu den Veränderungen im Missionsbegriff fest.

Dieses Verständnis von Mission hat aber auch Auswirkungen auf alle Aktivitäten der Kirche im eigenen Land. Es geht eben primär nicht darum, die Zahl der Sakramente oder die Teilnahme an Eucharistiefeiern zu erhöhen oder die Zahl der Kirchenaustritte zu verringern, sondern um eine "bessere Welt". Das ist eine gerechtere Welt, eine in der die Würde aller Menschen beachtet wird und in der Chancengleichheit für alle besteht.