Dirnbeck, Himmel ist offen 170dirnbeck josef.bmpIn seinem jüngsten Buch "Der Himmel ist offen. Meditationen und Gebete" hat Josef Dirnbeck wieder Texte mit Tiefgang vorgelegt. In lyrischer Sprache nähert er sich darin langsam und vorsichtig den tieferen Dimensionen des Lebens. Es ist kein Sachbuch, obwohl Dirnbeck darin zur Sache kommt. Es ist ein Buch zum Nach-Denken und Nach-Sprechen.

Nach mehr als 40 jährigem Schaffen könnte man meinen, es sei so etwas wie eine Spätlese des Autors. Einfach deshalb, weil dieser Schriftsteller kein Anfänger ist. Nein, es ist kein Aufguss alter Texte, sondern er setzt den Weg fort, den er bereits mit Martin Gutl und dem Buch „Ich begann zu beten“ eingeschlagen hatte. Dirnbeck ist damit einem vielfachen "Leserbegehren" nachgekommen, wieder "solche Texte" zu schreiben. Dabei hat er sich zu einem Vorgehen als "Hausvater" entschieden, der wie Jesus sagte, "aus seinem reichen Vorrat altes und Neues hervorholt", so schreibt er im Vorwort. Die Texte sind sorgfältig ausgewählt. Sie erfassen die Themen der Zeit und können so bei den Menschen tatsächlich ankommen.

Es ist eine religiöse Lyrik, die ermutigt und Hoffnung macht – das spürt man in den Gedichten, Gebeten und Meditationen des Schriftstellers und Theologen. Seine Sprache engt nicht ein, sondern befreit. Seine feinfühligen Texte sind hilfreich wie Haltegriffe und aufschlussreich wie Pflugscharen, die den Boden bereiten. In diesem Buch findet der Autor im Sternenstaub Spuren vom Wunder der Schöpfung, gibt Anleitungen zu einem glaubwürdigen Leben als Christ, liefert Impulse zu einem zeitgemäßen Verständnis der Botschaft Jesu und blick vertrauensvoll in die Zukunft, die uns verspricht, dass das Beste noch kommt. Das Buch ist ein spiritueller Zuspruch!

In den poetischen Texten schwingt zwischen den Zeilen die Bewunderung für die Schönheit der Schöpfung und die Weisheit der Vorsehung. Wer sich die Worte auf der Zunge zergehen lässt spürt reiche Lebenserfahrung und ihr Gewicht über den Moment hinaus und kann ihre Schlichtheit und ihren Klang genießen.

Josef Dirnbeck ist 1948 in Rotenturm an der Pinka geboren lebt in Nürnberg und Wien. Er publiziert seit vielen Jahren auf den Gebieten der Theologie und Literatur. Neben vielfältiger religiöser Literatur ist er Verfasser von Sachbüchern wie etwa über das Turiner Grabtuch oder über das Leben von Heiligen oder von Hörspielen, Radiosendungen, Theaterstücken und Filmbüchern. Bücher wie "Die Jesusfälscher" oder "Reibebaum Krenn" zeigen, er tut es immer mit kritischen Sachverstand, auf sattelfestem biblischen Fundament. Dirnbeck ist bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet und Mitglied im österreichischen PEN-Club.

Zuletzt sind bei Tyrolia erschienen: "Anstoß in Rom. So war das mit dem Konzil" (2. Auflage 2012) und "Die Tränen haben nicht das letzte Wort. Wege durchdie Trauer" (2014) erschienen.

 

Dirnbeck Josef, "Der Himmel ist offen. Meditationen und Gebete", Tyrolia-Verlag, 112 Seiten, Preis: 12,95 €, ISBN: 978-3-7022-3476-8