Lapsley, Mit den Narben der Apartheid 170Father Michael Lapsley verlor als Kämpfer gegen die Apartheid bei einem Briefbombenattentat beide Hände und eines seiner Augen. In seiner Autobiografie erzählt er von diesem entsetzlichen Ereignis – und davon, wie er seine eigene traumatische Erfahrung umgelenkt hat und sie nun, als Leiter des Institute for Healing of Memories, für die Heilung anderer Traumatisierter auf der ganzen Welt nutzt.

Lapsley Michael, Mit den Narben der Apartheid, Verlag Barbara Budrich, 270 Seiten, Preis: 20,50 €, ISBN: 978-3-8474-0171-1

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Die Autoren:

Father Michael Lapsley,

Michael Lapsley kam 1973 als Missionar nach Südafrika, wo er sich beim ANC engagierte und nur knapp ein Briefbombenattentat überlebte; Gründer des „Institute for Healing of Memories“

Stephen Karakashian,

Psychotherapeut, ehemaliger Mitarbeiter am „Institute for Healing of Memories“

Vorwort:

Desmond Tutu

Übersetzung:

Hélène Rybol und Dieter Rybol

Zielgruppen: an der Geschichte Südafrikas interessierte LeserInnen, TraumapsychologInnen, SeelsorgerInnen, SozialarbeiterInnen, PraktikerInnen; Einsatz in Krisengebieten, Arbeit mit von Gewalt und Diskriminierung Traumatisierter

Lapsley erzählt in seiner Biografie von dem Anschlag und seinen Folgen, wie er lernte, mit seinem Leben als behinderter Mensch umzugehen – ein „hartes Stück Arbeit“, gibt er zu. Er schildert den langen Weg der Heilung, der ihn schließlich dazu brachte, auch anderen Menschen zu helfen, mit Verletzungen aus der Vergangenheit umzugehen. Lapsley berichtet von der Gründung des südafrikanischen Trauma-Zentrums für die Überlebenden von Gewalt und Folter in Kapstadt […]. Zugleich nimmt er in seinen Aufzeichnungen stets die poltischen Entwicklungen in den Blick – in Simbabwe, Lesotho, Südafrika, später auch im Ruanda und Kuba. Lapsley schlägt einen angenehm nüchternen und reflektierten Ton an und berührt gerade deshalb mit seinem persönlichen Schicksal, seinem Mut, seiner Hartnäckigkeit - und seiner stetigen Auseinandersetzung mit dem Glauben, die sich wie ein roter Faden durch sein Leben zieht.

Welt-sichten 5/2014