Mikloško František 120Moravcik, Freude am Evangelium 170Moravcik a Filo BiH 120Das Buch „Die Freude des Evangeliums in der Slowakei“ ist eine kritische Auseinandersetzung mit Kirche und Gesellschaft in der Slowakei. Die beiden Herausgeber, František Mikloško und Karol Moravčík haben gemeinsam mit Priestern, einer Ordensfrau, einem Jesuiten und einem griechisch-katholischen Priester sowie Laien in viele Ebenen der praktischen Kirche hineingeleuchtet. Es ist der Versuch einer Situationsanalyse.

Wem Kirche heute noch ein Anliegen ist, der sollte das Buch gelesen haben.

František Mikloško, Karol Moravčík (Hg.), „Die Freude des Evangeliums in der Slowakei. Versuch einer Situationsanalyse der katholischen Kirche“, Verlag Hlbiny, 198 Seiten, Preis 15 €, ISBN 978-80-89743-18-6.

Sollten Sie das Buch lesen wollen, das Netzwerk: zeitgemäß glauben schickt es Ihnen gerne zu.

In dem Buch werden sowohl konkrete Einzelheiten des kirchlichen Alltags wie auch das Fehlen grundsätzlicher, zeitgemäßer Konzepte kritisiert. Gleichzeitig machen die Autoren Vorschläge, wie den Menschen, die die Kirche bilden, geholfen werden könnte. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Kirche nach der samtenen Revolution zwar ihre materiellen Fragen weitgehend mit dem Staat geklärt hat, die pastoralen Fragestellungen aber überwiegend ausgeblendet blieben.

Das Zweite Vatikanische Konzil sowie die Chancen, die die Zeit der kommunistischen Unterdrückung der Kirche aufgezwungen hatte bleiben bis heute ungenützt. Pastoral versucht die feudal und autoritär herrschende Bischofskirche in der Slowakei an einem Trugbild anzusetzen, welches in der Zwischenkriegszeit vermutet wird. In ihrer Rückwärtsorientierung kommt die Kirche immer mehr ins Abseits und wird auch im gesellschaftlichen Diskurs nicht mehr ernst genommen.

Die Situationsanalyse ist sachlich fundiert und mit Lösungsansätzen ausgestattet. Mikloško war Mitglied der Untergrundkirche und später Politiker. Er steuert Fakten in Form statistischer Angaben bei. Der Priester Moravčík berichtet mit seinen Kollegen wie das praktische Leben der Priester, ihr Bildungsstand und wie sich die Kandare der Bischöfe auswirken. Über die Situation der Orden berichten die ehemalige Vorsitzende der Konferenz der Höheren Oberinnen weiblicher Orden und der geheim geweihte Jesuitenpater und spätere Provinzial der Jesuiten in der Slowakei. Der Autor des Kapitels über die griechisch-katholische Kirche in der Slowakei und die mitarbeitenden Laien möchten lieber anonym bleiben. Sie befürchten Repressalien ihrer Kirchenleitungen. Auch das spricht Bände. Ebenso, wie die Abberufung von Karol Moravčík als Pfarrer von Bratislava - Devínska Nová Ves durch Erzbischof Stanislav Zvolenský, wegen der Veröffentlichung dieses Buches.

Den Herausgebern, aber vor allem der Übersetzerin, Marie-Theres Cermann, ist für die klare und verständliche Übertragung des fachspezifischen Inhalts in die deutsche Sprache zu danken.


Es ist eine konkrete, klare und verständliche Auseinandersetzung mit der Kirche der Gegenwart, konkret in der Slowakei. Das Bild in Ländern Europas, die nicht vom Kommunismus unterdrückt waren, würde vermutlich aber nicht ganz anders aussehen. Spannend wäre es, gäbe es solche Studien auch in anderen, zum Beispiel deutschsprachigen Ländern. Auch wenn die Kirche bei uns in Teilen anders agiert, ganz anders ist die Kirche bei uns nicht!

Wem Kirche heute noch ein Anliegen ist, der sollte das Buch gelesen haben. Nachstehend bietet das Netzwerk: zeitgemäß glauben einige Leseproben aus den verschiedenen Kapiteln. Sie sollen Lust machen, sich mit der Kirche der Slowakei auseinander zu setzen.


Die Freude des Evangeliums in der Slowakei
Versuch einer Situationsanalyse der katholischen Kirche
Herausgegeben von František Mikloško, Karol Moravčík

Auszüge

Einleitung:

Der unmittelbare Anlass für die Veröffentlichung dieses kleinen Buches ist der Beginn des außerordentlichen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus am 08. 12. 2015 ausgerufen hat genau am 5o. Jahrestag nach Abschluss des zweiten vatikanischen Konzils. Dieser Zusammenhang und die damit verbundene Aufforderung sind nicht zu übersehen. Es geht um das Konzil, das in unserem Land nur wenig reflektiert und umgesetzt worden ist. Jetzt ist für die gesamte Weltkirche der Zeitpunkt gekommen, sich erneut mit dem Konzil zu befassen und dessen Hauptlinien, die auch Papst Franziskus immer wieder betont, erneut in den Mittelpunkt unserer Anstrengungen zu rücken. Vor einer besondere Aufgabe steht auch die hiesige Ortskirche in der Slowakei: sie muss sich von dem überholten Modell der patriarchalischen Kirche verabschieden, endlich die Angst vor postmodernen Bedrohungen überwinden und nicht länger gegen den Geist der Zeit arbeiten, sondern im Geist Christi die heutige Zeit durchleben und mitformen.

Aus der Einleitung, Seite 8

Als Herausgeber übernehmen wir die volle Verantwortung für die veröffentlichten Beiträge. Wir danken allen Autoren und Mitarbeitern für die Bereitschaft, über ihren Bereich des kirchlichen Lebens zu berichten. Wir möchten daran glauben, dass unsere Texte eine Gelegenheit bieten, über die dargestellten Ansichten und Perspektiven demütig nachzudenken, sich diese gegebenenfalls anzueignen, sie weiterzuentwickeln und anschließend umzusetzen. Wir wünschen uns, dass diese Texte als Beitrag zum Dialog in unserer Kirche verstanden und angenommen werden und insbesondere als Beitrag zur Mitgestaltung der Evangelisierungsarbeit unserer Kirche.

Aus der Einleitung, Seite 9

Grundlegende statistische Angaben von František Mikloško:

Im Jahr 1993 sowie in den darauf folgenden Jahren wurde allen Kirchen das Eigentum, das ihnen der Staat nach 1948 gewaltsam entrissen hatte, zurückerstattet. Bei der Verwaltung dieser Besitztümer sind einigen Vertretern der Kirche viele Fehler unterlaufen. Oftmals befanden sie es nicht für notwendig, Fachleute, Wirtschaftsberater oder auch Richtlinien des Vatikans zu konsultieren und das Ergebnis dessen war schließlich ein großes Chaos, weshalb in einigen Fällen auch der Bankrott und strafrechtliche Maßnahmen drohten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hängen auch die Gründe für die schnelle Absetzung des Erzbischofs von Trnava, Róbert Bezák im Juli 2012 hiermit zusammen, denn er hatte erfolglos den Vatikan um Unterstützung gebeten, um einige finanzielle Operationen seines Vorgängers zu untersuchen.

Aus Grundlegende statistische Angaben, Seite 18

Situation der Priester und Bistümer v. Karol Moravčík, Július Marián Prachár, Pavol Zaťko:

Von den sogenannten einfachen Priestern werden enorme Arbeitsleistungen erwartet, aber von der Bistumsleitung oder den Gläubigen interessiert sich kaum jemand für die Bedingungen, unter denen sie arbeiten und leben müssen. Ein großer Eingriff in das Leben eines Priesters ist ein Wechsel seiner Dienststelle. Bei der Versetzung der Priester werden lediglich akute Probleme gelöst, aber längerfristige Strategien für ihre Zuteilung zu den Pfarreien und ihr dortiges Wirken, die von der Bistumsleitung zusammen mit den Priestern erarbeitet werden, gibt es nicht. Im Vergleich zur Vergangenheit hat es in einigen Bistümern wenigstens insofern Veränderungen gegeben, dass der Bischof den Priester vor einer geplanten Versetzung zu einem Sondierungsgespräch einlädt (etwa zwei Monate vorher). Der Wechsel der Dienststelle an sich wird jedoch nicht mit den Priestern im Dekanat oder nach Beratungen mit der Laienvertretung vorbereitet, sondern mit den Mitarbeitern im bischöflichen Amt.

Die Priester werden an andere Orte versetzt, ohne dass überhaupt je bedacht wird, dass auch sie Menschen sind, die Heimat und ein zu Hause brauchen, stattdessen wird das Ideal eines Soldaten bevorzugt, der jederzeit bereit sein muss, an die Front versetzt zu werden. Dieses System zwingt Priester dazu, wie Manager des kirchlichen Lebens tätig zu werden, die Rituale ohne persönliche Beziehungen vollziehen. Obwohl die Zahl der Priester gestiegen ist, zelebrieren viele die Heilige Messe zu häufig - am Sonntag an manchen Orten auch viermal, meistens jedoch drei Mal und an Werktagen meist zwei Mal. An hohen Feiertagen wird die Feier der Eucharistie zur Schwerstarbeit. Natürlich gilt das nur für diejenigen, die ihre Tätigkeit verantwortungsvoll ausüben wollen. Die Eucharistie und andere Sakramente werden, sei es aus Erschöpfung oder aus Oberflächlichkeit, insbesondere aber als Konsequenz eines anhaltenden Klerikalismus in der slowakischen Kirche, häufig nur mechanisch abgespult, was zu Ritualisierung und geistlicher Entleerung führt.

Aus Situation der Priester und Bistümer, Seite 26

Die theologischen Fachzeitschriften in der Slowakei haben keinen größeren Einfluss auf die Öffentlichkeit und beteiligen sich praktisch nicht am interdisziplinären und internationalen Diskurs. In den weltlichen Medien sind Priester kaum präsent, sie äußern sich auch nicht zu Themen, über die in der Öffentlichkeit gesprochen wird. Das hängt auch mit den Anweisungen der Bischofskonferenz aus dem Jahr 2013 zusammen, gemäß welchen Priester ohne Genehmigung der Bischöfe nicht in den Medien auftreten dürfen (im Volksmund wird diese Anweisung als ,,Maulkorb-Gesetz" bezeichnet). Wenn es jedoch ein Priester trotzdem gewagt hat, sich an die Medien zu wenden oder einen Text zu veröffentlichen, sind bisher aber noch keine Konsequenzen bekannt geworden.

Das rührt daher, dass Priester zu den katholischen Medien nur mit Genehmigung des Bischofs Zugang haben und sich aus Angst nicht an weltliche Medien wenden, von diesen auch überhaupt nicht eingeladen werden oder sich nicht dazu auch gar nicht in der Lage fühlen. Es entsteht eine ungesunde Atmosphäre, wenn die Mehrheit der Priester, die in den Kirchen tätig sind, gleichzeitig nicht das Vertrauen der eigenen Bischöfe genießt, auch außerhalb der Kirchen in der Öffentlichkeit auftreten zu dürfen. Die Lücke der nicht vorhandenen Medienpräsenz der Priester wird teilweise in einigen Internetportalen durch Laien ausgefüllt.

Was jedoch den Erfahrungen aus den Pfarrgemeinden und den Diskussionen der Priester in den Dekanaten zufolge ein noch schwerwiegenderes Problem darstellt, ist die Tatsache, dass viele Priester ihre Predigten nicht selbst vorbereiten, sondern lediglich Vorlagen aus dem Internet übernehmen. Diese Priester, von denen sich viele gern über die Laien erheben, unterschätzen die Predigtvorbereitung, sie möchten nicht, dass man wirklich mit ihnen ins Gespräch kommt, und da sie meisten nur mit einem engen Kreis ihrer Anhänger reden, haben sie letztendlich auch ein Problem, sich in die Gedanken und Gefühle ihrer Zuhörer hineinzuversetzen. Das schwache Niveau der Predigten hängt auch mit dem Ausbildungsniveau und den Interessen zusammen. Echte theologische Literatur wird kaum herausgegeben und gelesen. Werden wichtige Dokumente herausgegeben, dann werden sie nur in Ausnahmefällen von den Priestern reflektiert und umgesetzt. Das Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus wurde beispielsweise nach der Promulgation so schnell wie möglich ins Slowakische übersetzt, aber es ist bisher nichts bekannt geworden, dass die slowakischen Bischöfe dieses Schreiben zitiert, propagiert und dessen Schlussfolgerungen umgesetzt hätten. Über das apostolische Schreiben von Franziskus, das eindeutig Programm für die Kirche von heute ist, wird bei Priesterkonferenzen beinahe überhaupt nicht diskutiert.

Aus Situation der Priester und Bistümer, Seite 30

Mit einem Abstand von 25 Jahren kann festgestellt werden, dass als Referenz (Kriterium für die Erneuerung) nicht die Botschaft des Zweiten Vatikanischen Konzils angelegt wurde, sondern eine Phantasievorstellung von der Kirche in der Slowakei vor 1948 bzw. 1995. Mehreren hochrangigen Vertretern der Kirche schien es nach 1990 so, als ob sich in der Vergangenheit die „gute alte Zeit“ dadurch ausgezeichnet hätte, dass die katholische Kirche in der Slowakei großen Einfluss hatte und die Einwohner der Slowakei die Kirche respektierten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Slowakischen Republik im Jahr 1993 hofften sie, dass sich ihre Träume von einer dominanten Position der katholischen Kirche in der Slowakei verwirklichen lassen würden. Dieser Illusion hingen auch viele Priester an, die viele Jahrzehnte lang in der Emigration gelebt hatten. Im Vergleich mit den Priestern, die im Land geblieben waren und ihr Leben im abgeriegelten Gebiet der kommunistischen Tschechoslowakei verbracht hatten, zeigten sich die Emigranten als welterfahrene Menschen. Ziemlich schnell wurde jedoch bei der Mehrheit unter ihnen deutlich, dass ihre Einschätzungen der Vergangenheit auf romantischen Kindheitserinnerungen beruhten und sie die (politische und kirchliche) Gegenwart anhand ihrer Sehnsüchte und nicht anhand der Realität beurteilten.

Aus Situation der Priester und Bistümer, Seite 33

… Noch in der Zeit vor 1914 wurden in vielen slowakischen Pfarreien die Pfarrer durch Vertreter der Gläubigen gewählt; …

Aus Situation der Priester und Bistümer, Seite 34

Wie bereits im Kapitel über die Umsetzung des Konzils erwähnt wurde, zeigt sich die (nicht existente) Zusammenarbeit zwischen Bischöfen, Priestern und Laien in der slowakischen Kirche genau darin, dass die Bistümer, seit die Kirche ihre Freiheit wieder erlangt hat, eher wie feudale Höfe und nicht wie eine Familiengemeinschaft funktionieren. Auf dem feudalen Hof saß der Lehensherr, der Beamte und Bedienstete zur Verfügung hatte. Nach einem ähnlichen Modell führen die Bischöfe ihre Ämter. Entscheidungen trifft der Bischof allein, oder sie werden in geheimen Sitzungen mit zwei oder drei der hochrangigsten Mitarbeiter beraten. Der Priesterrat (zum Teil gewähltes Organ und offizielles Beratungsgremium des Bischofs) tritt im Erzbistum Bratislava beispielsweise nur einmal jährlich für 2-3 Stunden zusammen, im letzten Jahr zweimal, um über einige Investitionen und wirtschaftliche Angelegenheiten zu beraten. In den bischöflichen Ämtern wurden verschiedene Kommissionen gegründet, deren Mitglieder jedoch nicht gewählt, sondern allein durch den Bischof ernannt werden. Wenn in der zuständigen Kommission über den Antrag einer Pfarrgemeinde beraten wird (z.B. über geplante Bauvorhaben), dann werden die Vertreter der Pfarrei und auch der Pfarrer nicht einmal dazu eingeladen. Auch die Dekane werden nicht von den Priestern gewählt, sondern durch die Bischöfe ernannt. In Wirklichkeit sind sie lediglich der verlängerte administrative Arm des bischöflichen Amts.

Die Priester werden nicht dazu angehalten, sich selbst als Partner und Brüder der Laien wahrzunehmen. Im Gegensatz dazu werden sie von den Bischöfen auch noch ermahnt, wenn sie etwa während der Liturgie Gesten oder Worte verwenden, die ein Entgegenkommen und Brüderschaft (beispielsweise bei der Austeilung der Eucharistie) ausdrücken. Die Mehrheit der Priester leitet ihre Pfarrgemeinde wie eine ihnen für einen bestimmten, zudem meist kurzen Zeitraum anvertraute Firma, in der die Laien ihre Angestellten und Dienstboten sind. Es gibt jedoch auch eine größere Gruppe von Priestern, die sich alternativen (geistlichen und unternehmerischen) Aktivitäten widmen und dann kaum Zeit für die ihnen anvertrauten Pfarrgemeinde finden.

Aus Situation der Priester und Bistümer, Seite 44

Im Unterschied zu vergangenen Zeiten, kann es vorkommen, dass Diözesanpriester in der heutigen Zeit viel stärker unter Einsamkeit leiden. Unsere Gesellschaft hat sich geändert und auch die Rolle des Priesters hat sich gewandelt. In Zeiten des wachsenden Individualismus ist es schwerer, ohne ein wirkliches Zuhause zu leben. Während die Ordenspriester dieses Zuhause in ihrer Ordensgemeinschaft finden, haben Diözesanpriester eine solche Möglichkeit nicht. Im Laufe der Jahre hat jeder Priester seine eigene Lebensgeschichte und die Kontakte, die aus den Studienjahren im Seminar stammen, können, auch wenn sie nicht vollständig einschlafen, nicht als feste Grundlage für zwischenmenschliche Beziehungen dienen. Die Pfarrei an sich könnte theoretisch dieses Zuhause bilden, aber aus verschiedenen Gründen funktioniert das nicht. Viele Priester werden allzu häufig von einem Ort zum anderen versetzt, und so entstehen keine familiäreren Beziehungen in dem Umfeld, in dem sie tätig sind. Zudem müssen sie insbesondere auf den Dörfern einen Kreis von Menschen finden, die in geistlicher und intellektueller Hinsicht ähnliche Interessen haben wie sie selbst.

Aus Das Privatleben der Priester, Seite 48

Erzbischof R. Bezák hat aus rein kirchenrechtlicher Sicht sein Amt abgegeben und stand der Amtsausübung seines Nachfolgers in keinster Weise im Weg. Außerdem wird ihm vorgeworfen, dass er seine Ehre überhaupt verteidigt hat. Sein Fall ist ein gutes Beispiel für den Mangel an theologischen und biblischen Herangehensweisen, wenn es um Problemlösungen in der slowakischen Kirche geht, wo eine primitive Auslegung des Kirchenrechts vorherrscht, oder besser gesagt eine nackte Ausübung von Macht in der Kirche, gestützt auf eine willkürliche Heranziehung der Rechtsgrundlagen.

Der Fall Bezák ist medial sichtbar und er muss als nur einer von vielen Fällen der gängigen Praxis wahrgenommen werden, die gegen Theologie, die Bibel und gegen kluge Grundsätze der Pastoral gelöst werden. In der Zwischenzeit gab der Vatikan eine Korrektur der rechtlichen Vorgehensweise bei der Abberufung von Bischöfen bekannt, damit sich eine Situation wie im Fall des Erzbischofs R. Bezák nicht wiederholt, nämlich dass ihm und der kirchlichen Öffentlichkeit die Gründe für die Abberufung nicht genannt wurden.

Aus Theologische und biblische Hintergründe, Seite 64

Ein Blick auf die Frauenorden und die Institute des geweihten Lebens von Sr. Justína Ivana Kostúrová OP

Zu Beginn der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Frauenorden in einer neuen Situation. Während sie in der Zeit des Kommunismus im Geheimen lebten, in kleinen Wohnungen in Siedlungen, wo kaum jemand von ihnen wusste, konnten sie sich plötzlich frei entfalten und in der Welt wirken. Diese Situation brachte auch bestimmte Herausforderungen mit sich. Die Schwestern wollten zur klassischen Art und Weise des Ordenslebens zurückkehren. Sie zogen wieder einen Habit an und begannen, in größeren Gemeinschaften zu leben. Es war jedoch notwendig, dass jeder Orden eine innere Erneuerung durchlebte, für welche das Zweite Vatikanische Konzil den Anstoß bildete: Rückkehr zu den Quellen des christlichen Lebens und zum ursprünglichen Geist ihrer Gründer, um so die Lebensfähigkeit und die apostolische Begeisterung in der gegenwärtigen Welt zu erneuern. Während des kommunistischen Regimes war dies kaum möglich, denn es fehlte das erforderliche Wissen, der Zugang zur postkonziliaren Literatur und bisweilen auch zu den eigenen historischen Quellen. Mehrere Kongregationen standen vor der Aufgabe, ihre Konstitutionen zu erneuern (hauptsächlich die Kongregationen, die ihre Generalleitung in der Slowakei haben), diese gegebenenfalls ins Slowakische zu übersetzen und in ihr Leben zu integrieren. Das war in manchen Fällen sehr anspruchsvoll. Eine Erneuerung der Konstitution beinhaltet auch das Studium historischer Dokumente, der eigenen Spiritualität sowie von Quellenliteratur. Es gab Fälle in denen einige Kongregationen 40 Jahre lang keinen Kontakt mit ihren Generalleitungen hatten und auch keinen Zugang zu ihren Gründungsdokumenten. Das hatte zur Folge, dass sie ohne all dies vollkommen von der Linie der eigenen Gründer abgewichen waren und die Rückkehr zu den eigenen Quellen und Ursprüngen für sie sehr anspruchsvoll war. Anschließend mussten neue Bildungsprogramme ausgearbeitet und erstellt und die für die Weiterbildung und das Leben in der Gemeinschaft notwendigen Dokumente ausgearbeitet werden, für welches das kirchliche Lehramt Anstoß lieferte, u. ä. Des Gleichen war es erforderlich, die apostolische Tätigkeit neu auszurichten, was die meisten Orden wirklich gar nicht einfach war. Alle Orden begannen quasi bei Null. Es mangelte an ausreichender Bildung, den erforderlichen Erfahrungen, sowie auch an finanziellen Mitteln.

Aus Frauenorden und die Institute des geweihten Lebens, Seite 91

Einige Worte zu den Orden und zum Ordensleben von Emil Váni SJ

Bischöfe, viele Priester und Ordensleute gaben sich nicht mit der gegebenen feindlichen Haltung der Staatsmacht gegenüber der Kirche zufrieden und suchten sofort nach Möglichkeiten, wie sie ihren Gläubigen die Ausübung der Religion und Zugang zu den Sakramenten auch auf anderen Wegen sicherstellen konnten, und zwar nicht öffentlich und mit staatlicher Genehmigung, sondern im Geheimen. Die internierten Professoren unterrichteten weiterhin die Kleriker und Ordensleute, die mit ihnen zusammen ihre Freiheitsstrafe absaßen. Die Oberen der Gesellschaft Jesu ließen 1951 sofort ihre Mitglieder zu Bischöfen weihen: Hnilica und Korec im Jahr 195l, Kaľata im Jahr 1955 und Dubovský im Jahr 1961. Klug war auch, dass immer zwei Bischöfe geweiht wurden, von denen einer aktiv sein sollte, während sich der zweite nicht als Bischof zu erkennen gab. Wenn klar war, dass der aktive Bischof bereits irgendwie verraten worden ist, musste der zweite Bischof einen Neuen weihen, der wiederum passiv bleiben sollte, bis der aktive Bischof wiederrum enttarnt worden ist. Der Grund, warum man sich zu solchen geheimen Weihen entschloss, war einfach: die Kontinuität des Ordenslebens sollte abgesichert werden. Die geheim geweihten Bischöfe sollten nur die Ordensleute geheim weihen, für welche ihre rechtmäßigen Oberen sich verbürgten. Auch wenn die Oberen der Gesellschaft Jesu keine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Vatikan hatten, musste der Vatikan über diese Bischofsweihen informiert werden. Ein Mitbruder (P. Felix Litva) ist deshalb einfach aus dem Konzentrationskloster in Podolínec geflohen und es gelang ihm, über die Donau nach Österreich und von dort aus nach Rom zu kommen. Dort berichtete er anschließend dem Heiligen Vater Pius XII. über die gesamte Situation. Papst Pius XII. war mit der Vorgehensweise einverstanden. Mit dieser Vorgehensweise wurde auch das Zweite Vatikanische Konzil vertraut gemacht, wo der erste geheim geweihte Bischof Pavol Hnilica über die Situation in der Tschechoslowakei und anderen kommunistischen Ländern berichtete. Nach 1968 widmete der Heilige Vater Paul Vl. einem anderen geheim geweihten Bischof (jetzt Kardinal) Ján Ch. Korec seine persönlichen Bischofsinsignien. Dies alles sollte das Einverständnis mit der Vorgehensweise der Oberen des Jesuitenordens und der Kirche in der Slowakei zum Ausdruck bringen.

Aus Worte zu den Orden und zum Ordensleben, Seite 110

Das Wirken der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei

Eine gute Gelegenheit, die Kirche auch von einer anderen Seite, in einem breiteren Kontext und in ihrem Wirken und in der Praxis kennenzulernen, ist zweifellos auch das Studium im Ausland. Einige Studenten hatten die Möglichkeit, in Österreich, Deutschland oder Italien zu studieren, wo sie das theologische Grundstudium, das Lizentiat oder auch ein Doktorat absolvierten. In den letzten Jahren werden die Priesteramtskandidaten jedoch nicht mehr zu derartigen Studienaufenthalten geschickt. Einige Priester ergänzen ihre weiterführenden Studien durch ein Fernstudium, am häufigsten in Polen, aber die Qualität derartiger Studien kommt sicherlich nicht an das Niveau von Präsenzstudiengängen heran.

Aus Wirken der griechisch-katholischen Kirche, Seite 134

Laienbewegungen und Laienvereinigungen von Pavol Zaťko

Desgleichen stieg die Zahl der Menschen, die Literatur schmuggelten oder Übersetzungen aktueller religiöser oder theologischer Literatur anfertigten stetig an. Diese Literatur wurde häufig mit der Hilfe von Priestern oder Ordensleuten organisiert, die eigentlichen Schmuggel-Tätigkeiten aber trotzdem durch Laien ausgeführt. Desgleichen übersetzten sie auch und trugen Literatur im Selbstverlag zusammen. Und so gelangte sehr gute religiöse und philosophische Literatur, aber auch Belletristik sowohl in die Hände von einfachen, als auch gebildeten Lesern - darunter nicht nur gläubige Christen. Diese Literatur war in einigen Fällen sogar qualitativ hochwertiger als die Publikationen des SSV und sogar auch des Cyrill-und Method-Instituts in Rom.

Aus Laienbewegungen und Laienvereinigungen, Seite 163

Die positive Seite ist, dass es immer noch Laien gibt, die das Bedürfnis verspüren, sich zu engagieren und in der Lage sind, ihre Kreativität in den verschiedensten Bereichen des Lebens einzubringen. Altruismus, Nächstenliebe, Sinn für Caritas und soziale Sensibilität für Leidende sind noch immer der Antrieb für einen bedeutenden Teil unserer aktiven Gläubigen. Auch war und ist es immer noch möglich, Gewohnheitschristen mit sinnvollen Projekten anzusprechen, zu welchen sie ganz zwanglos eingeladen werden. Es ist sehr erfreulich, dass die Bildung vieler gläubiger Laien im Bereich der Theologie langsam immer umfangreicher wird. Viele bilden sich aus eigener Initiative im interdisziplinären Selbststudium fort, manche auch an renommierten weltlichen Universitäten und so entsteht langsam eine fachlich kenntnisreiche, aber auch kritischere Gruppe von Gläubigen, die jedoch durch die offiziellen Vertreter der Kirche in der Slowakei nicht akzeptiert werden.

Aus Laienbewegungen und Laienvereinigungen, Seite 182

Schluss von František Mikloško, Karol Moravčík und Pavol Zaťko

Jedes Kapitel dieses Werkes endet damit, dass die Bedürfnisse und Visionen herausgearbeitet werden, an denen sich die einzelnen Teilbereiche der slowakischen Kirche ausrichten sollten. Was die Ebene der Diözesanpriester betrifft, die die grundlegenden Beziehungen zwischen der Kirchenführung und den Gläubigen sicherstellen, sowie auch den Dienst der Kirche und die Verkündigung des Evangeliums auf der grundlegendsten Ebene, so ist hier am deutlichsten die Gefahr herausgearbeitet worden, die darin liegt, dass sich die Kirche in den vergangenen Jahren mehr oder weniger nur in materieller und institutioneller Hinsicht erneuert hat. Das hat dazu geführt, dass sich die Kirche in der Slowakei heute in einem Zustand befindet, der sie häufig unpersönlich, bürokratisch und defensiv erscheinen lässt, und dies nicht nur gegenüber den eigenen Gläubigen, sondern auch gegenüber der säkularen Gesellschaft. Deshalb muss auf der Ebene der Pfarrgemeinden und Diözesen ein besonderes Augenmerk auf den Aufbau lebendiger, miteinander in Kontakt stehender Gemeinschaften innerhalb der Kirche gelegt werden (Pfarrgemeinden, Orden, andere Kommunitäten), die kreativ und aktiv sind. Dabei sollten sie sich durch die eigenen Erfahrungen aus der Zeit der Kirchenverfolgung inspirieren lassen, sowie auch durch die in der Slowakei nur sehr wenig akzeptierten Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils, und zwar insbesondere auf die Art und Weise, wie auch Papst Franziskus mit seinem Programm der Umwandlung der Kirche in eine missionarische Gemeinschaft derzeit an diese Richtlinien anknüpft. Ein interessanter Ansatzpunkt ist der Vorschlag, ein Beratungs- und Analyseinstitut einzurichten, das Priestern, Ordensleuten, Ordensschwestern bei der Lösung sozialer, psychologischer oder arbeitsrechtlicher Probleme und auch in außergewöhnlichen Grenzsituationen in ihrem Leben helfen könnte und gleichzeitig eine führende Position beispielsweise innerhalb von Diskussionen und Reflexionen des kirchlichen Lebens in der Slowakei einnehmen könnte.

Aus Schluss, Seite 198

František Mikloško, Karol Moravčík (Hg.), „Die Freude des Evangeliums in der Slowakei. Versuch einer Situationsanalyse der katholischen Kirche“, Verlag Hlbiny, 198 Seiten, Preis 15 €, ISBN 978-80-89743-18-6

Das Netzwerk: zeitgemäß glauben unterstützt die Verbreitung des Buches und bietet die Zusendung des Buches (Buchpreis + Portokosten) an.

Zu den Herausgebern:

František Mikloško wurde am 2. Juni 1947 in Nitra geboren. Er hat Mathematik und Physik studiert, wirkte in der Untergrundkirche, in der "Sanften Revolution" und war so ein wichtiger slowakischer Dissident. Seit der "Sanften Revolution" ist Mikloško ein slowakischer Politiker. Er war lange Zeit Parlamentsabgeordneter für die Christlich-demokratische Bewegung (KDH) und Parlamentspräsident. Mikloško ist verheiratet.

Karol Moravčík wurde am 16. August 1952 in Žilina, in der Slowakei geboren. In den siebziger Jahren studierte er Theologie an der römisch-katholischen Theologischen Universität in Bratislava. 1975 wurde er in Bratislava zum Priester geweiht. Danach war er Kaplan in Preseľany, Trnava und Holíč. Ab 1983 wirkte er als Pfarrer zuerst in Starý Tekov und ab 1990 in Bratislava- Devínska Nová Ves.

In den neunziger Jahren, arbeitete er als Priester und studierte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Dabei widmete er sich besonders der Fundamentaltheologie. Seit 1999 ist Moravčík Vorsitzender des "Theologischen Forums". Darin versammeln sich Personen, die an einer Theologie und Philosophie im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils und im Kontext der zeitgenössischen Wissenschaft und Kultur interessiert sind.

Außerdem arbeitet Moravčík mit der Redaktion des Magazins für den Dialog zwischen Theologie, Philosophie und Politik sowie für Verlage verschiedener Zeitschriften als Journalist.

Mehr zum Leben und Wirken von František Mikloško:

In seiner Jugend wurde er stark von der Verfolgung der katholischen Kirche in der Slowakei geprägt. Nach dem Abitur studierte er in Bratislava Mathematik und Physik. Mit der Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften schloss er sein Studium ab. Beeindruckt von den Erlebnissen von Jukl und Silvester Krméry und Kardinal Ján Chryzostom Korec schloss sich Mikloško der Kirche im Untergrund an.

František Mikloško wurde in Nitra geboren. Er war der jüngste von vier Kindern. Sein Vater war Jurist, seine Mutter Gymnasiallehrerin für Französisch und Slowakisch. František Mikloško lebte bis zum Abitur in Nitra. In seiner Jugend prägte ihn die Erfahrung der Verfolgung der Katholischen Kirche sehr stark. Die kommunistische Geheimpolizei durchsuchte sein Elternhaus und seine Eltern wurden zu Verhören abgeholt. Besonders stark betroffen war seine Mutter, die in den 50er Jahren für Kleinsamizdaten als Übersetzerin arbeitete. Für František Mikloško war es schwer zu verkraften, dass ständig katholische Priester und Mitglieder katholischer Orden, zu denen seine Familie in engem Kontakt stand, verfolgt wurden.

Im Jahre 1966 ging František Mikloško nach Bratislava, um an der Comenius-Universität Bratislava Mathematik und Physik zu studieren. Er schloss das Studium mit der Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften ab. In Bratislava begegnete er drei Menschen, die sein Leben stark geprägt haben. Ab 1972 organisierte er im Geheimen kirchliche Untergrundgruppen.

Es waren Vladimír Jukl und Silvester Krčméry, die im Jahre 1964 nach 14-jähriger Gefängnishaft wegen religiöser Betätigung aus dem Gefängnis entlassen wurden, und der jetzige Nitraner Kardinal Korec, der im Jahre 1968 nach acht Jahren Gefängnishaft – die wegen seiner geheimen Bischofsweihe verhängt worden war – freikam. Beeindruckt durch die Biographien dieser drei Persönlichkeiten, und im Dialog mit ihnen, schloss er sich der Untergrundkirche an. In den 80er Jahren leitete er diese Gruppen an der Comenius Universität. Er veröffentlichte zusammen mit Ján Čarnogurský und Martin Lauko Untergrundschriften. Neben dieser Tätigkeit hielt er auch Kontakt zu bürgerlichen Untergrundkreisen und organisierte Ausstellungen von Künstlern, die einem staatlichen Ausstellungsverbot unterlagen. Insgeheim informierte er zusammen mit Ján Čarnogurský die westlichen Radio-Sender Voice of America und Radio Free Europe über die Zustände in seinem Land. Von 1972 bis 1983 forschte er an der Slowakischen Akademie der Wissenschaften auf dem Gebiet der Numerischen Mathematik. Dann arbeitete er als Gymnasiallehrer und verschaffte sich damit einen größeren Freiraum für seine Tätigkeit in der Untergrundkirche. Nach der Entdeckung dieser Tätigkeiten durch die Geheimpolizei wurde er entlassen und schlug sich mit Handwerksarbeiten durch.

Am 25. März 1988 organisierten Čarnogurský und Mikloško die „Kerzendemonstration“ in Bratislava, die folgende Forderungen aufstellte:

  • Freie Entscheidung der Kirche bei der Wahl von Bischöfen
  • Religionsfreiheit und
  • Menschenrechte

Die Demonstration wurde von der Polizei brutal niedergeschlagen.

Ab November 1989 wurde er Mitglied in der Bürgerrechtsbewegung „Öffentlichkeit gegen Gewalt“, die die „sanfte Revolution“ initiierte, und arbeitete in deren Präsidium.

Im März 1990 kooptierte ihn der Slowakische Nationalrat (das slowakische Parlament). Bei den ersten freien Wahlen im selben Jahr wurde er in das slowakische Parlament gewählt und war von Juni 1990 bis Juni 1992 war er der erste Vorsitzende des Slowakischen Nationalrats.

1992 trat er der christlich-demokratische Partei seines Freundes Ján Čarnogurský KDH bei und war für diese lange Zeit Abgeordneter im slowakischen Parlament. Zuletzt sogar als dienstältester Abgeordnete. Neben seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender der Partei war er zehn Jahre ihr Fraktionsvorsitzender. 2004 war er einer der slowakischen Präsidentschaftskandidaten. 2008 verließ er zusammen mit seinen Fraktionskollegen Vladimír Palko, Pavol Minárik und Rudolf Bauer aus Enttäuschung über den seines Erachtens zu weit an der sozialdemokratischen SMER-SD orientierten Kurs des seit 2000 amtierenden Parteichefs Pavol Hrušovský die KDH und gründete am 12. März 2008 die Konservativ-Demokratische Partei der Slowakei (KDS) mit.

František Mikloško ist Mitglied im internationalen Preiskomitee der Adalbert-Stiftung und Preisträger des Adalbert-Preises 2005. Seine sehr persönlich gehaltene Rede anlässlich dieser Preisverleihung, bei der er sich als Slowake bei den Ungarn für die Vorkommnisse nach 1945 entschuldigte, hat in der Slowakei und in Ungarn großes Aufsehen erregt.