sobrino jon der preis der gerechtigkeit Jon Sobrino In der Serie „Ignatianische Impulse“ bringt der Echter Verlag sehr interessante kleine Bücher heraus. Sie sind nicht nur leicht zum einstecken, schnell zu lesen sondern haben auch tiefgehenden Inhalt.

Eines davon ist „Der Preis der Gerechtigkeit“. Darin schreibt Jon Sobrino seinem mit fünf anderen Jesuiten und einer Frau mit ihrer Tochter im November 1989 ermordeten Ordensbruder Ignatio Ellacuria Briefe. Es sind Predigten, in denen er an seinen vom ihm sehr geschätzten Ordensbrudererinnert. Darin lässt er seine Beziehung zu „Ellacu“, wie er ihn liebevoll nennt, genauso aufblitzen wie dessen konsequente und vorbildliche Haltung im Einsatz für die Armen und die leidenden und geknechteten Völker dieser Welt.

Das Büchlein ist aber genauso ein leicht lesbarer und spannender Führer durch die Gedanken der Befreiungstheologie, denen Ellacuria genauso wie Jon Sobrino ihre Impulse lieferten und liefern. Sobrino verweist immer wieder auf den gemeinsamen Bischofs-Freund, Wegbegleiter und Märtyrer, Oscar Arnulfo Romero und auf die grundlegende Vorarbeit Karl Rahners.

Das Büchlein eignet sich als Reiselektüre genauso wie als Tagesmedidation. Eines der Bücher, die ich liebgewonnen habe.

Hans Peter Hurka

Jon Sobrino, Der Preis der Gerechtigkeit, Briefe an einen ermordeten Freund, aus der Serie Ignatianische Impulse im echter Verlag, 111 Seiten, Preis: 9,20 €, ISBN 978-3-429-02945-6