lenaers roger der traum des knigs nebukadnezar Roger LenaersBericht über die Buchpräsentation am Dienstag, 23. September 2008:

Vortrag des Autors, P. Roger Lenaers SJ;  Buchbestellung:

2008 09 23 saal 4 Bilder von der Präsentation in Wien

Buchrezessionen:

LESENSWERT

„Der Traum des Königs Nebukadnezar – Das Ende einer mittelalterlichen Kirche“

Roger Lenaers, flämischer Jesuit, Jahrgang 1925, der sein Buch am 23.09.08 um 19.00 h in St. Gertrud in Wien 18, Währinger Str. 95 vorstellen wird, führt den Verfall der (römisch-katholischen) Kirche in der westlichen Welt auf eine heute weitgehend unverständliche Spra-che der Verkündigung von Glaubensinhalten zurück. Die Sprache dieser Verkündigung sei noch immer geprägt von einer „heteronomen Gedankenwelt“, in welcher eine „jenseitigen Welt“ in die „diesseitige Welt“ eingreife. Diese Sprache aber versteht der moderne Mensch deshalb nicht mehr, weil er die Welt und ihre Eigengesetzlichkeit als „autonome Welt“ ohne jegliches Eingreifen einer „jenseitigen Welt“ erkannt hat. Anliegen von Lenaers ist eine „the-onome Glaubenserfahrung“, in welcher bleibende Glaubensinhalte im Rahmen der „Hierar-chie der Wahrheiten“ in der Sprache autonomen Denkens ausgedrückt werden. In dieser Sprache hat Gott seinen Platz in der Welt, und Glaubeninhalte erhalten eine aktuelle und zugleich mystische Dimension. Als Zusammenfassung seiner Überlegungen formuliert Le-naers ein wahrhaft ökumenisches christliches Credo. Wer dieses Buch liest, mag das Wort von Karl Rahner verstehen, der meint, dass der Christ der Zukunft Mystiker sein werde oder nicht mehr Christ sein werde. Die Sprache des Buches ist trotz kleiner sprachlicher Fehler gut verständlich. Der Inhalt ist hoch brisant, verlangt mutiges Auseinandersetzen mit über-kommenen dogmatischen Aussagen, aber kann suchenden Menschen einen neuen Zugang zu Glaubensinhalten eröffnen.

Theodor Gams       23.06.2008

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Zeitgemäß

Wie der Traumdeuter des Königs Nebukadnezars im Buch Daniel legt Roger Lenaers Deutungen des Lebens und unserer „Träume“ vor. Dabei ist er bemüht, aufgeklärten und autonom Denkenden Menschen Zugänge zu unserem Glauben zu ermöglichen. Er zeigt, dass der Ausdruck unseres Glaubens vielfach nicht mehr zeitgemäß ist. Er trägt das Ablaufdatum 1789, stellt der in Belgien geborene und in Österreich lebende Jesuit trocken fest.

Er bleibt aber nicht bei der Kritik stehen. Gegenüber heteronomen Gedanken vergangener Jahrhunderte bietet er theonome Deutungen. In 19 Kapiteln nimmt er „Abschied von der Welt droben“, zeigt die „Heilige Schrift als Glaubensquelle“, bewahrt den „Schatz der Tradition“, kritisiert das Wirken der Hierarchie als „Wachhund im heiligen Haus“ und führt einfühlsam zu Deutungen unseres Glaubens, die auch kritischen Geistern standhalten sollen.

Roger Lenaers versucht in einfacher Sprache die gedanklichen Hintergründe vergangener Jahrhunderte aufzuhellen und für aufgeklärte Menschen Antworten anzubieten. Lenaers geht es nicht um das Aufzeigen der Schwachstellen. Das tut er, soweit es ihm zum Verständnis notwendig erscheint. Ziel seiner Bemühungen ist es, der bisherigen verbalen und nonverbalen Glaubens-Sprache zeitgemäße, Ansätze tragfähiger Deutungen der Wirklichkeit, des Leben und damit von Gott anzubieten. Aus vielen Reaktionen kann ich sagen, die Themenfelder treffen genau jene Punkte, welche die Menschen schon lange begleiten.

Aus dem Buch spürt man, der Autor gibt nicht aus der Situation heraus Antworten sondern diese kommen aus seinem Leben und der Liebe zu den Menschen. Dahinter stehen viele Stunden des Überlegens, Meditierens, Philosophierens, des im Leben bewährten reflektierten Glaubens. Genau das führt ins Herz.

Nicht alles muss man teilen, aber schon der erste Schritt ist ja bekanntlich der Beginn eines Weges. Einen solchen zu gehen, lädt er ein und macht er schmackhaft. Was mir ganz besonders an diesem Buch gefällt, ist seine Ehrlichkeit die Fragen anzusprechen, die viele Menschen stellen. Dass es auch seine Fragen sind, kann man annehmen. Jedenfalls hat sie der 82 jährige schon oft in seinem pastoralen Wirken gehört und überlegt. Mut sich selbst mit seinem Glauben auseinanderzusetzen geht jedenfalls von diesem Buch aus. Dafür ist dem Autor zu danken.

Hans Peter Hurka

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eine weitere TODO: Buchbeschreibung:

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DDr. Hartwin Schmidtmayr hat einige kritische TODO: Fragen dazu gestellt. Sie können auch mit ihm persönlich per mail in kontakt treten. Hier seine e.mail Adresse:  TODO: hkschmidtmayr@aon.at

 

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