heinrich Maier 170Kaplan Heinrich Maier, gab sein Leben für die Menschen.

In der NAZI-Zeit wunde vielen Menschen viel abverlangt. Dem Gersthofer Kaplan, Heinrich Maier besonders viel. Er wurde vom Altar von zwei Gestapo Schergen abgeführt und ins berüchtigte Hotel Metropol gebracht. Dort wurde er verhört und gefoltert. Doch der promovierte Theologe und Philosoph Maier blieb standhaft und überlegt. Immer wieder zwischen den Verhören, überlegte er, was weiß die Gestapo und wie könne er sie auf falsche Fährten führen. Er war ein gewissenhafter, überlegter und tiefgläubiger Mann,. Aus seinem Vertrauen auf Jesus , dem Christus stand er das alles durch. Bis zum Schluss, der Enthauptung. Begleitet von einem Priester, der Engel des Landesgerichts genannt wurde, der sein einziger Knotenpunkt nah außen war.

Das Buch erzählt wie ein katholischer Priester sich den Nationalsozialisten entgegenstellte.

Heinrich Maier war Kaplan in Wien und ein Mann des Glaubens. Nach der Eingliederung Österreichs in das nationalsozialistische Deutsche Reich, dem sogenannten »Anschluss« im Jahr 1938, wurde ihm bald klar, dass er sich dem NS-Regime nicht beugen würde. Maier war bereit, sein Leben für seine Überzeugung zu riskieren – auch wenn das seinen Tod bedeutete.

1940 schloss er sich einer konservativen Widerstandsgruppe an, die strategische Informationen an die Alliierten weitergab. Maier wurde festgenommen, verhört, gefoltert, ins KZ Mauthausen verbracht und schließlich als letzter Häftling am 22. März 1945 enthauptet – kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Wichtige beiträge lieferte auch der gegenwärtige Pfarrer der Pfarre St. Leoold/Gersthof, Msgr. Dr. Norbert Rodt.

- Persönliches Porträt eines katholischen Widerstandskämpfers – fundiert recherchiert 

- Haft, Folter und Konzentrationslager: Wie Heinrich Maier seinen Glauben trotz allem nicht verlor

- Das Schicksal eines beispiellosen Helden – zum ersten Mal erzählt

- Christlicher Widerstand in Österreich: Ein Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Geschichte

- Mit einem Nachwort von Michael Köhlmeier

Aus Glaube zum Widerstand: Was bewegte Heinrich Maier?

Bernhard Kreutner begibt sich in diesem erzählenden Sachbuch auf Spurensuche in der Geschichte Österreichs: Der Autor wertete Gerichtsakten, Gestapo-Unterlagen und Zeitzeugen-Berichte aus. Auch Schilderungen von Priesterkollegen, KZ-Insassen und Maiers Freunden flossen mit ein. Aus all diesen Dokumenten und persönlichen Erinnerungen lässt der Autor das Bild der Seelenwelt eines Menschen entstehen, der monatelang eingesperrt, misshandelt und gefoltert wurde.

Mit diesem Sachbuch gibt Bernhard Kreutner nicht nur sehr authentische Einblicke in die Biografie Heinrich Maiers, sondern regt auch zum Nachdenken an: Hätten wir selbst den Mut zum Widerstand gehabt?

»Er hat dem Bösen, das ihm in Form der Gestapo entgegengetreten ist, das ihn getreten und gedemütigt hat, die Stirn geboten – und er hat seinem Gott die Stirn geboten.« – schreibt Michael Köhlmeier in seinem Nachwort.

Er bot den Verhörenden, trotz Schlägen während der Verhöre intellektuell Parole. Auch wenn er als „Schwarzkittel“ beleidigt und heruntergemacht wurde behielt er stets Fassung, Distanz und Überlegenheit.

Das Buch ist eine wichtige Lektüre, ganz besonders für Nachgeborene, die diese schlimme Zeit nicht erleben mussten.