boberski bruckmoser weltmacht kl Heiner BoberskiJosef Bruckmoser Zwei erfahrene Journalisten, ein Theaterwissenschafter und Anglist und ein Theologe, haben gemeinsam ein Buch über Religionen im 21. Jahrhundert geschrieben. Beide verfügen nicht nur über persönliche Erfahrungen mit Religion sondern haben vielfältige Zahlen und Fakten zum Thema zusammen getragen. In je sechs eigenen und einem gemeinsamen Kapitel welche Zukunft die Religionen im besonderen die christliche Religion in Europa hat. Mit konkreten Daten versetzen sie die Leser in die Lage selbst die Situation mit eigenem Wissen und eigener Erfahrung zu erweitern und zu beurteilen.

politi marco benedikt kl Marco Politi Franz Josef Weißenböck „Benedikt. Krise eines Pontifikats“ ist die deutsche Ausgabe des im Vorjahr erschienenen Buchs von Marco Politi überschrieben. Seit dem 11. Februar, als Benedikt XVI. im Konsistorium seinen Rücktritt per Ende Februar ankündigte, ist aus Politis Buch die Bilanz des krisenhaften Ratzinger-Pontifikats geworden.

Marco Politi ist im Zusammenhang mit dem Papst-Rücktritt durch Interviews im Fernsehen auch in Österreich weithin bekannt geworden. An den vatikanischen Vorgängen Interessierten war der Journalist schon vorher als profunder Kenner des Vatikans bekannt. Auch in seinem jüngsten Buch erweist er sich als solider Analyst und Interpret der Vorgänge im kleinsten Staat der Welt, von wo aus die größte Glaubensgemeinschaft gelenkt – naja, nicht mehr wirklich gelenkt wird. Auf über 500 Seiten macht Politi verständlich, warum im Ratzinger-Pontifikat der zentralistische Anspruch der römischen Kurie und der überzogene Macht- und Geltungsanspruch des obersten Hirten der katholischen Kirche immer weniger durchsetzbar scheint und die einst vielfach drückende Macht erodiert.

kraus g die kirche gemeinschaft des hails kl Georg Kraus Der emeritierte Bamberger Dogmatiker Dr. Georg Kraus legt hier eine umfassende Ekklesiologie vor, wie sie vom letzen Konzil intendiert wurde. Er scheut nicht davor zurück, Position zu beziehen, so z. B. begründet er schlüssig, dass dieses Konzil eindeutig einen Paradigmenwechsel von einer hierarchischen zu einer Communio-Ekklesiologie beabsichtigte (S. 201-220), auch wenn in den Konzilstexten Doppeldeutigkeiten zu finden sind.

zartl wo versteckst du dich gott kl Ein Mädchen spielt mit Gott Verstecken. Nach längerem erfolglosen Suchen wird es von Gott berührt und erlebt: Gott ist da – in den Blättern, im Wind, im Wasser und im Spiegel des Kleiderschrankes – nämlich in ihm selbst. Ein berührendes Bilderbuch, das Mystik und Spiritualität in einfachen Sätzen ausdrückt und durch liebevoll zarte Illustrationen begeistert.

Die kurzen Texte des Buches sind einfach und können gut verständlich vorgelsen werden. Die reichen Illustrationen laden Kinder zum Betrachten ein. Besonders ein Spiegel, wo Gott sich in der Betrachterin versteckt. Für Kinder ab 3 Jahre.

Reinhold Stecherstecher sptlese kl „Spätlese“ ist das letzte Buch von Reinhold Stecher. Es beinhaltet 16 Kurzgeschichten. Sie berichten aus verschiedenen Epochen seines 91-jährigen Lebens. Es sind Grenzerfahrungen dabei, wo Stecher mit Glück oder eben durch Gottes Fügung dem frühen Tod entgangen ist.

Stecher beschreibt wie er von seinem Zimmer aus über den Balkon nun mit eingeschränktem Aktionsradius die Berge, das Wolkenspiel, Licht und Wetter beobachtet. Dabei streift er gedanklich durchs Leben und erinnert sich so mancher Begebenheit. Die Leser haben den Eindruck, bei Reinhold Stecher zu Besuch zu sein und ihm aus seinem Leben erzählen zu hören.

gruber eva franziskusweg kl Lust auf einen ganz besonderen Pilgerweg weckt der vorliegende Bildband von Eva Gruber. Durch spirituelle Beiträge von P. Anton Rotzetter gweinnt der Band die Tiefe, die man sich von einer Pilgerwanderung erhofft. Das besondere an dieser Fußreise ist die Fülle der Eindrücke landschaftlicher, kultureller und historischer sowie spiritueller Art.

Alois Odermattweienbck franz josef jesus war eischlechter liebhaber kl Franz Josef Weißenböck: "Jesus war ein schlechter Liebhaber". Reihe «Eine Ungeheuerlichkeit». Edition vabene, Wien-Klosterneuburg 2012. 168 Seiten. ISBN 978-3-85167-266-4. Preis: € 21,90

«Mein Zorn gilt nicht nur einem vom Menschenblut besoffenen Gott, sondern auch jenen fühllosen Menschen, die uns in unseren jungen Jahren um die Wahrheit betrogen haben.» Franz Josef Weißenböck ist Theologe, Publizist und systemischer Supervisor. Er stammt aus dem katholischen Milieu Niederösterreichs und fragt, wie ein Mensch des 21. Jahrhunderts ehrlich glauben und zum Wesentlichen der christlichen Botschaft finden kann. In seinem neuen Buch entwirft er Antworten mit einer ergreifenden Inszenierung.

goldegg die vierte krnkung kl Nach Kopernikus (die Welt steht nicht im Zentrum des Weltalls), Darwin (Evolution) und Freud (der Mensch ist nicht Herr im eigenen Haus) nun die VUKA-Welt als „vierte Kränkung“. Die Welt von heute ist volatil, unsicher, komplex, ambivalent. Barbara Guwak und Matthias Strolz bringen im Goldegg-Verlag das Programm ihrer Coaching-Firma „Promitto“ (lateinisch für wachsen lassen, [?] vgl. S 174) in Buchform heraus. Die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Prozesse der Welt von heute seien volatil, d.h. von sprunghaftem Auf und Ab gekennzeichnet. Nicht nur die militärische, auch die ökologische und ökonomische Unsicherheit wächst, wird immer noch größer. Die Gesellschaft ist von solcher Komplexität, dass vieles undurchschaubar und unüberschaubar geworden ist und sich einer eindimensionalen Interpretation, jeglicher Knopfdrucklösung, entzieht: ambivalent.

kirchschlger kirche im aufbruch Es ist das erste Buch einer ganzen Reihe die entstehen soll: Kardinal König Bibliothek. Die Autoren werden neben Walter Kirchschläger, der em. Wiener Weihbischof Helmut Krätzl und die Leiterin des Kardinal König Archivs in Wien, Annemarie Fenzl, sein.

Im ersten Band geht Kirchschläger der Vorgeschichte des Konzils nach. Er berichtet von der Wahl Johannes XXIII., der Kardinalsernennung von Franz König, dem Verhältnis zwischen König und seinem Konzilsberater Karl Rahner, der Konzilsvorbereitungskommissionen und der Eröffnungsansprache sowie der spontanen „Mondscheinrede“ des Konzilspapst.