Flügge Erik 120Flügge Erik Jargon der Betroffenheit 170Erik Flügge löegt den Finger auf eine aktuelle Wunde. Verschrobene, gefühlsduselnde Wortbilder reihen sich Sonntag für Sonntag auf den Kanzeln aneinander. Die Kirche scheint sprachlich in den Achtzigern hängengeblieben zu sein. Der Kommunikationsprofi Flügge bricht mit Gewohntem und entwickelt Strategien für eine zeitgemäße Sprache, damit Kirche bei den Menschen »ankommt«. Das Buch ist ein Appell an die Veränderung der Kommunikation in der Kirche und macht Hoffnung, dass es ein mögliches Unterfangen ist.

Die nachstehende Rezension ist der Wochenschrift "DIE FURCHE" Nr. 33/2016 vom 18. August 2016 entnommen und stammt aus der Feder von Otto Friedrich. Weitere Rezensionen von Andreas Batlogg SJ und Wolfgang Beck erreichen Sie durch Doppelklick auf die Namen. Zusätzlich bieten wir hier eine Leseprobe.

Kermani Navid 1 120Kermani Navid Ungläubiges Staunen 170Über Islam, Christentum, Tradition, Ästhetik, Musik, Ikonographie und Kunst spricht Navid Kermani mit Joachim Frank. Das Interview ist in der Frankfurter Rundschau vom 22. August 2016 erschienen. Der deutsch-iranischer Schriftsteller, Publizist und habilitierte Orientalist ist Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2015. Der in Deutschland geborene Kermani erweist sich in dem Interview als feinfühliger Kenner auch des Christentums und bietet interessante Sichtweisen. Mehr darüber finden Sie in seinem neusten Buch: „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“.

Schriffl Helmu 120Gedanken von Helmut Schriffl. Ein kurzer Text, den er sich mir beim Anhören der Feiertagspredigt in seiner Kirche überlegt hat.

Bettazzi Luigi Kirche der Armen 170Bettazzi Luigi Konzi 120Betazzi Luigi 120Luigi Bettazzi beschreibt in dem Buch „Die Kirche der Armen“ was dieser Begriff bedeutet und wie er bis heute zum Kern der Botschaft Jesu gehört. Es ist die zweite Auflage und aktualisiert die erste aus 2001. Bettazzi, em. Bischof von Ivrea (Itailien), ist einer der letzten lebenden Teilnehmer des II. Vatikanischen Konzils und einer der Erstunterzeichner des Katakombenpaktes. Auch dessen Entstehung, Absicht und Wirkung berichtet er.

Ebadi Sirin Das hat der Prophet nicht gewollt 170Ebadi Sirin 120Shirin Ebadi ist Mutter zweier Töchter, Juristin, Menschenrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin aus dem Iran. Die Muslimin hat Gewalt, Unterdrückung und Terrorismus im Namen von Religion am eigenen Leib erfahren. Aus ihrer persönlichen Geschichte richtet sie einen Appell an die Welt.

Sie appelliert an die Machthaber der Welt, nicht die Augen zu verschließen. Sie appelliert an islamische Herrscher, die Religion nicht zu missbrauchen. Sie appelliert an Frauen und Mädchen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht von herrschenden Vorstellungen über die Rolle der Frau beeindrucken zu lassen. Sie appelliert an alle, soziale Gerechtigkeit herzustellen. Und mit Büchern und Worten zu kämpfen statt mit Waffen.

Kolb 201606 1Kolb BiographieIn seiner letzten Publikation hat Prof. Anton Kolb nochmals sein Leben und Wirken knapp und kantig, wie es seinem Stil entsprach zusammen gefasst. Dass er kurz nach dem Erscheinen in die Ewigkeit heimgeht dürfte er geahnt haben. Schreibt er doch im Vorwort, „Mein Lebenslauf nähert sich dem Ende. In der vorliegenden Publikation vollziehe ich diesen Weg nun noch einmal.“

Gleichzeitig verweis er darauf, dass er ein Leben lang weniger aus der Vergangenheit als viel mehr zukunftsorientiert gedacht, gewirkt, gelebt hat. "Wer nur der Vergangenheit verpflichtet ist, versäumt, vernachlässigt und verrät die Gegenwart und die Zukunft, handelt nicht, braucht nichts zu tun, verfolgt kein Ziel, erlebt nichts Neues, weil ohnehin schon alles geschehen ist“, schreibt Kolb.

Kolb Anton, „Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Politik, Religion und Medien. Grundmotive und Ziele meines Lebens- und Berufsweges“, LIT-Verlag 2016, 284 Seiten, Preis: 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-50741-9

Schärmer HerzschrittmacherSchärmer Georg 150Kurz, konkret und einfühlsam beschreibt der Innsbrucker Caritas-Direktor Situationen des Lebens. Wer die Geschichten ließt, kann nicht mehr an Menschen vorüber gehen, die in ähnlichen Situationen leben.

Georg Schärmer ist Pädagoge. Er war jahrelang in Sozial- und Bildungseinrichtungen beschäftigt. Seit 1998 ist er Direktor der Caritas in der Diözese Innsbruck. Die Tageszeitung „Die Presse“ betitelte ihn anlässlich der Nominierung zum Österreicher des Jahres als „dankbaren Unruhestifter“.

Gaisbauer, Brief für die Welt 170Gaisbauer Huber 120Wieso schreibt der Papst keinen Brief an die Kinder? Von dieser Frage seiner Enkelin Caro ist der langjährige ORF-Journalist Hubert Gaisbauer ausgegangen, um in verständlicher Sprache den Inhalt der Enzyklika: „Laudato si“ auch für Kinder zugänglich zu machen.

Mit kurzen Abschnitten, aufgelockert mit Bildern von Leonora Leitl, behandelt Gaisbauer behutsam Umweltverschmutzung genauso wie ungerechte Ressourcenverteilung oder Arbeitslosigkeit. Er gibt damit einen guten umfassenden Überblick zur Enzyklika.

Salcher Huber Alles oder Nichts 170huber 210312 150salcher sliderimage 150Einen Blick in die Zukunft wagen die beiden Autoren, Andreas Salcher, der Unternehmensberater und bekannte Bildungskritiker gemeinsam mit Johannes Huber, dem Theologen und Mediziner. Sie gehen von der Gegenwart aus und entwickeln ein Szenario, wohin sich die Kirche in den nächsten 20 Jahren entwickeln könnte.

Dabei wählen sie eine interessante Form. Sie betrachten die Zukunft als wäre sie schon Vergangenheit und zitieren aus Reden, die noch nicht gehalten sind und aus vatikanischen Veröffentlichungen, die noch nicht geschrieben sind. Sie verfolgen die Pontifikate von zwei Päpsten, die erst gewählt werden müssen. Sie nennen die Themen der Zukunft und imaginieren Lösungsansätze dafür.