Bettazzi Luigi Kirche der Armen 170Bettazzi Luigi Konzi 120Betazzi Luigi 120Luigi Bettazzi beschreibt in dem Buch „Die Kirche der Armen“ was dieser Begriff bedeutet und wie er bis heute zum Kern der Botschaft Jesu gehört. Es ist die zweite Auflage und aktualisiert die erste aus 2001. Bettazzi, em. Bischof von Ivrea (Itailien), ist einer der letzten lebenden Teilnehmer des II. Vatikanischen Konzils und einer der Erstunterzeichner des Katakombenpaktes. Auch dessen Entstehung, Absicht und Wirkung berichtet er.

Ebadi Sirin Das hat der Prophet nicht gewollt 170Ebadi Sirin 120Shirin Ebadi ist Mutter zweier Töchter, Juristin, Menschenrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin aus dem Iran. Die Muslimin hat Gewalt, Unterdrückung und Terrorismus im Namen von Religion am eigenen Leib erfahren. Aus ihrer persönlichen Geschichte richtet sie einen Appell an die Welt.

Sie appelliert an die Machthaber der Welt, nicht die Augen zu verschließen. Sie appelliert an islamische Herrscher, die Religion nicht zu missbrauchen. Sie appelliert an Frauen und Mädchen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht von herrschenden Vorstellungen über die Rolle der Frau beeindrucken zu lassen. Sie appelliert an alle, soziale Gerechtigkeit herzustellen. Und mit Büchern und Worten zu kämpfen statt mit Waffen.

Kolb 201606 1Kolb BiographieIn seiner letzten Publikation hat Prof. Anton Kolb nochmals sein Leben und Wirken knapp und kantig, wie es seinem Stil entsprach zusammen gefasst. Dass er kurz nach dem Erscheinen in die Ewigkeit heimgeht dürfte er geahnt haben. Schreibt er doch im Vorwort, „Mein Lebenslauf nähert sich dem Ende. In der vorliegenden Publikation vollziehe ich diesen Weg nun noch einmal.“

Gleichzeitig verweis er darauf, dass er ein Leben lang weniger aus der Vergangenheit als viel mehr zukunftsorientiert gedacht, gewirkt, gelebt hat. "Wer nur der Vergangenheit verpflichtet ist, versäumt, vernachlässigt und verrät die Gegenwart und die Zukunft, handelt nicht, braucht nichts zu tun, verfolgt kein Ziel, erlebt nichts Neues, weil ohnehin schon alles geschehen ist“, schreibt Kolb.

Kolb Anton, „Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Politik, Religion und Medien. Grundmotive und Ziele meines Lebens- und Berufsweges“, LIT-Verlag 2016, 284 Seiten, Preis: 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-50741-9

Schärmer HerzschrittmacherSchärmer Georg 150Kurz, konkret und einfühlsam beschreibt der Innsbrucker Caritas-Direktor Situationen des Lebens. Wer die Geschichten ließt, kann nicht mehr an Menschen vorüber gehen, die in ähnlichen Situationen leben.

Georg Schärmer ist Pädagoge. Er war jahrelang in Sozial- und Bildungseinrichtungen beschäftigt. Seit 1998 ist er Direktor der Caritas in der Diözese Innsbruck. Die Tageszeitung „Die Presse“ betitelte ihn anlässlich der Nominierung zum Österreicher des Jahres als „dankbaren Unruhestifter“.

Gaisbauer, Brief für die Welt 170Gaisbauer Huber 120Wieso schreibt der Papst keinen Brief an die Kinder? Von dieser Frage seiner Enkelin Caro ist der langjährige ORF-Journalist Hubert Gaisbauer ausgegangen, um in verständlicher Sprache den Inhalt der Enzyklika: „Laudato si“ auch für Kinder zugänglich zu machen.

Mit kurzen Abschnitten, aufgelockert mit Bildern von Leonora Leitl, behandelt Gaisbauer behutsam Umweltverschmutzung genauso wie ungerechte Ressourcenverteilung oder Arbeitslosigkeit. Er gibt damit einen guten umfassenden Überblick zur Enzyklika.

Salcher Huber Alles oder Nichts 170huber 210312 150salcher sliderimage 150Einen Blick in die Zukunft wagen die beiden Autoren, Andreas Salcher, der Unternehmensberater und bekannte Bildungskritiker gemeinsam mit Johannes Huber, dem Theologen und Mediziner. Sie gehen von der Gegenwart aus und entwickeln ein Szenario, wohin sich die Kirche in den nächsten 20 Jahren entwickeln könnte.

Dabei wählen sie eine interessante Form. Sie betrachten die Zukunft als wäre sie schon Vergangenheit und zitieren aus Reden, die noch nicht gehalten sind und aus vatikanischen Veröffentlichungen, die noch nicht geschrieben sind. Sie verfolgen die Pontifikate von zwei Päpsten, die erst gewählt werden müssen. Sie nennen die Themen der Zukunft und imaginieren Lösungsansätze dafür.

Göller Vera 150Die Theologin Mag.a Vera Göller hat nachstehende Gedanken zum Weiblichen als Predigt zum Muttertag zusammengefasst. Das Netzwerk: zeitgemäß glauben dokumentiert sie hier.

Wir stehen jetzt zwischen Ostern und Pfingsten. Im heutigen Evangelium spricht Jesus zu seinem Vater im Himmel und von der Liebe, mit der der Vater ihn geliebt hat. Zugleich feiern viele von ihnen heute Muttertag. Natürlich hat der Muttertag nichts mit den kirchlichen Festen zu tun, aber auch bei einem profanen Fest wie dem Muttertag, egal aus welchen Gründen er entstanden ist, können wir ein bisschen nachspüren, was uns dieses Fest auch über Gott sagen kann. Ich möchte heute gar nicht über Mütter reden oder über die Verdienste von Frauen sondern Sie einladen das Weibliche an sich zu betrachten, über die weiblichen Wesenszüge in jedem Menschen nachzudenken.

Lenaers, Jesus von Nazarethlenaers roIn seinem neusten auf Deutsch erschienenen Buch: „Jesus von Nazareth, ein Mensch wie wir?“ versucht Roger Lenaers Jesus aus dem Blick der Moderne für gläubige Menschen zugänglich und fruchtbar zu machen. Dabei wägt er in kleinen verständlichen Schritten gewissenhaft ab, was von den biblischen Geschichten historisch war, was in Mythen begründet ist und aus welchen Motiven die neutestamentlichen Schriftsteller Bezüge zur jüdischen Bibel hergestellt haben.

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Weißenböck FJ 120Weißenböck, CredoDer Journalist und Theologe Franz Josef Weißenböck hat seine monatliche Kolumne in der Monatsschrift KIRCHE IN zum Glaubensbekenntnis der römisch-katholischen Kirche im Buch "Credo, Mutmaßungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis" zusammen gefasst. In den Beiträgen geht er Wort für Wort dem Apostolischen Glaubensbekenntnis nach und versucht eine verantwortbare, zeitgemäß heutige Deutung darzustellen.

Das vermutlich im 5. Jahrhundert entstandene Bekenntnis ist selbstverständlich mit den Vorstellungen der damaligen Zeit eng verbunden und durchsetzt. Dieser Umstand verlangt eine ständige Transformation. Weißenböck versucht die einstmaligen Vorstellungen aufzuzeigen und bietet für überholte Denkmuster Mutmaßungen an, die zum Weiterdenken verführen sollen. Das Buch ist eine spannende und interessante Lektüre.

Weißenböck, Franz Josef, "CREDO, Mutmaßungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis", Edition Vabene, 144 Seiten, Preis: 14,90 €, ISBN 978-3-85167-296-1