Kolb 201606 1Kolb BiographieIn seiner letzten Publikation hat Prof. Anton Kolb nochmals sein Leben und Wirken knapp und kantig, wie es seinem Stil entsprach zusammen gefasst. Dass er kurz nach dem Erscheinen in die Ewigkeit heimgeht dürfte er geahnt haben. Schreibt er doch im Vorwort, „Mein Lebenslauf nähert sich dem Ende. In der vorliegenden Publikation vollziehe ich diesen Weg nun noch einmal.“

Gleichzeitig verweis er darauf, dass er ein Leben lang weniger aus der Vergangenheit als viel mehr zukunftsorientiert gedacht, gewirkt, gelebt hat. "Wer nur der Vergangenheit verpflichtet ist, versäumt, vernachlässigt und verrät die Gegenwart und die Zukunft, handelt nicht, braucht nichts zu tun, verfolgt kein Ziel, erlebt nichts Neues, weil ohnehin schon alles geschehen ist“, schreibt Kolb.

Kolb Anton, „Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Politik, Religion und Medien. Grundmotive und Ziele meines Lebens- und Berufsweges“, LIT-Verlag 2016, 284 Seiten, Preis: 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-50741-9

Schärmer HerzschrittmacherSchärmer Georg 150Kurz, konkret und einfühlsam beschreibt der Innsbrucker Caritas-Direktor Situationen des Lebens. Wer die Geschichten ließt, kann nicht mehr an Menschen vorüber gehen, die in ähnlichen Situationen leben.

Georg Schärmer ist Pädagoge. Er war jahrelang in Sozial- und Bildungseinrichtungen beschäftigt. Seit 1998 ist er Direktor der Caritas in der Diözese Innsbruck. Die Tageszeitung „Die Presse“ betitelte ihn anlässlich der Nominierung zum Österreicher des Jahres als „dankbaren Unruhestifter“.

Gaisbauer, Brief für die Welt 170Gaisbauer Huber 120Wieso schreibt der Papst keinen Brief an die Kinder? Von dieser Frage seiner Enkelin Caro ist der langjährige ORF-Journalist Hubert Gaisbauer ausgegangen, um in verständlicher Sprache den Inhalt der Enzyklika: „Laudato si“ auch für Kinder zugänglich zu machen.

Mit kurzen Abschnitten, aufgelockert mit Bildern von Leonora Leitl, behandelt Gaisbauer behutsam Umweltverschmutzung genauso wie ungerechte Ressourcenverteilung oder Arbeitslosigkeit. Er gibt damit einen guten umfassenden Überblick zur Enzyklika.

Salcher Huber Alles oder Nichts 170huber 210312 150salcher sliderimage 150Einen Blick in die Zukunft wagen die beiden Autoren, Andreas Salcher, der Unternehmensberater und bekannte Bildungskritiker gemeinsam mit Johannes Huber, dem Theologen und Mediziner. Sie gehen von der Gegenwart aus und entwickeln ein Szenario, wohin sich die Kirche in den nächsten 20 Jahren entwickeln könnte.

Dabei wählen sie eine interessante Form. Sie betrachten die Zukunft als wäre sie schon Vergangenheit und zitieren aus Reden, die noch nicht gehalten sind und aus vatikanischen Veröffentlichungen, die noch nicht geschrieben sind. Sie verfolgen die Pontifikate von zwei Päpsten, die erst gewählt werden müssen. Sie nennen die Themen der Zukunft und imaginieren Lösungsansätze dafür.

Göller Vera 150Die Theologin Mag.a Vera Göller hat nachstehende Gedanken zum Weiblichen als Predigt zum Muttertag zusammengefasst. Das Netzwerk: zeitgemäß glauben dokumentiert sie hier.

Wir stehen jetzt zwischen Ostern und Pfingsten. Im heutigen Evangelium spricht Jesus zu seinem Vater im Himmel und von der Liebe, mit der der Vater ihn geliebt hat. Zugleich feiern viele von ihnen heute Muttertag. Natürlich hat der Muttertag nichts mit den kirchlichen Festen zu tun, aber auch bei einem profanen Fest wie dem Muttertag, egal aus welchen Gründen er entstanden ist, können wir ein bisschen nachspüren, was uns dieses Fest auch über Gott sagen kann. Ich möchte heute gar nicht über Mütter reden oder über die Verdienste von Frauen sondern Sie einladen das Weibliche an sich zu betrachten, über die weiblichen Wesenszüge in jedem Menschen nachzudenken.

Lenaers, Jesus von Nazarethlenaers roIn seinem neusten auf Deutsch erschienenen Buch: „Jesus von Nazareth, ein Mensch wie wir?“ versucht Roger Lenaers Jesus aus dem Blick der Moderne für gläubige Menschen zugänglich und fruchtbar zu machen. Dabei wägt er in kleinen verständlichen Schritten gewissenhaft ab, was von den biblischen Geschichten historisch war, was in Mythen begründet ist und aus welchen Motiven die neutestamentlichen Schriftsteller Bezüge zur jüdischen Bibel hergestellt haben.

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Weißenböck FJ 120Weißenböck, CredoDer Journalist und Theologe Franz Josef Weißenböck hat seine monatliche Kolumne in der Monatsschrift KIRCHE IN zum Glaubensbekenntnis der römisch-katholischen Kirche im Buch "Credo, Mutmaßungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis" zusammen gefasst. In den Beiträgen geht er Wort für Wort dem Apostolischen Glaubensbekenntnis nach und versucht eine verantwortbare, zeitgemäß heutige Deutung darzustellen.

Das vermutlich im 5. Jahrhundert entstandene Bekenntnis ist selbstverständlich mit den Vorstellungen der damaligen Zeit eng verbunden und durchsetzt. Dieser Umstand verlangt eine ständige Transformation. Weißenböck versucht die einstmaligen Vorstellungen aufzuzeigen und bietet für überholte Denkmuster Mutmaßungen an, die zum Weiterdenken verführen sollen. Das Buch ist eine spannende und interessante Lektüre.

Weißenböck, Franz Josef, "CREDO, Mutmaßungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis", Edition Vabene, 144 Seiten, Preis: 14,90 €, ISBN 978-3-85167-296-1

Prueller Jagenteufel Gunter 120pock johannPrüller Jagent G  Beichte neu 170Ein Autoren- und Herausgeberteam hat das Buch konzipiert, geschrieben und herausgegeben.

Dieses Buch möchte zur Wiederentdeckung der Beichte als christlicher Praxis - evangelisch wie katholisch - beitragen. Beichte ist ein Weg aus der Sackgasse persönlicher und gesellschaftlicher Schuld. Das Phänomen der Beichte sowohl in kirchlichen als auch in gesellschaftlichen, strafrechtlichen, politischen und therapeutischen Strukturen wird unter folgenden Gesichtspunkten vorgestellt: konkrete »Erfahrungsorte der Befreiung«, die therapeutische Dimension der Beichte aus rechtsethischer Perspektive, vergangenheitspolitische Brennpunkte im Spannungsfeld von Beichte, Versöhnung und Erinnerung (Südafrika, Ruanda), »Theologische Wegmarken«, Perspektiven für die Beichte als »Ökumenische Ermutigung«.

Schockenhoff Eb 120Schockenhoff  Chancen zur versoehnung die kirche und die wiederverheirateten geschiedenen 170Wenn Katholiken sich scheiden lassen, und für ihre neue Beziehung durch eine zivile Eheschließung Verantwortung übernehmen, sind sie zu Lebzeiten des ersten Partners von den Sakramenten, insbesondere von der Eucharistie und dem Sakrament der Buße, ausgeschlossen. Wenn sie dazu in einem kirchlichen Dienstverhältnis stehen, müssen sie mit einer Kündigung rechnen, weil ihre persönliche Lebensführung im Widerspruch zur Moralauffassung der katholischen Kirche steht. Doch Jesus verhielt sich anders zu den Menschen, er predigte Vergebung, nicht Ausschluss. Daher plädiert Schockenhoff für eine menschennahe Kirche, die in ihrer Praxis damit Ernst macht, dass vor Gott jeder Mensch Vergebung finden kann und dass das Wesen der Eucharistie die ausgestreckte Hand Gottes zur Versöhnung ist.